Nur zehn Buchstaben: Halbfinale!

Dramatik pur: Riesenjubel um die Starbulls gestern abend in Dresden

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Eis 1000Rosenheim – Das ist das Golden Goal vom Andrej – gestern 22.05 Uhr! Es war der 4:3-Sieg nach Verlängerung – und das Halbfinale! Damit machten gestern Abend Rosenheims Eishockey-Cracks alles klar. In einem hochdramatischen Spiel vor 3046 begeisterten Zuschauern gingen die Hausherren zunächst mit 1:0 In Führung, mussten dann aber zweimal einen Rückstand hinterherlaufen, bevor kurz vor Ende der Partie erst Tyler McNeely ausgleichen und schließlich Andrej Strakhov in der Verlängerung den spiel- und serienentscheidenden Treffer setzten konnte. Somit treffen die Oberbayern ab kommenden Freitag im Halbfinale, wie schon im Jahr zuvor, auf die Bietigheim Steelers.

Das war gestern kein Spiel für schwache Nerven! Der Gast aus Dresden legte los wie die Feuerwehr und erarbeitete sich zu Beginn des Spiels ein klares Chancenübergewicht. Dazu trugen auch die vielen anfänglichen Strafzeiten der Hausherren bei. Wie schon beim letzten Auftritt in Dresden agierten die Starbulls auch dieses Mal wieder fast das komplette erste Drittel in Unterzahl und ebenfalls wie in Dresden erwischte es wieder einen SBR- Akteur mit einer großen Strafe.

Marcus Marsall wurde nach einem Check gegen die Bande mit einer 5+ Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen geschickt. Einmal mehr erwies sich das Rosenheimer „Penaltykilling“ als zu Gut für die Gäste und ließ die Sachsen kaum einmal in eine aussichtsreiche Schussposition kommen. Statt dessen nutzen die Starbulls ihr zweites Überzahlspiel kurz vor Ende des Drittels durch Kim Stall eiskalt zum 1:0.
Der zweite Spielabschnitt sah jetzt einen Gastgeber, der sich immer besser in Szene setzen konnte und die nach wie vor wacker kämpfenden Eislöwen immer mehr ins eigene Drittel zurückdrängte. Die Tore allerdings machten die Ostdeutschen. Sowohl dem 1:1 durch Artur Kruminsch als auch dem 1:2 durch Sami Kaartinen gingen klare Fehler der Rosenheimer Hintermannschaft voraus.

Der Schlussabschnitt musste also die Entscheidung bringen. Es entwickelte sich ein rassiger Playoff- Fight, der an Spannung nicht mehr zu überbieten war. In der 44. Minute krönte Maximilian Hofbauer seine erneut gute Leistung mit dem 2:2 Ausgleichstreffer, da schien erneut das Pendel Richtung Starbulls auszuschlagen. Dann in der 53. Minute der Schock! Thomas Supis erzielte wie aus dem Nichts und mitten in einer Sturm- und Drangphase der Hausherren hinein das 2:3 und nutzte dabei einen kapitalen Scheibenverlust hinter dem Rosenheimer Tor. Eine kalte Dusche!

Die Zeit lief jetzt für die Gäste, die sich aufopferungsvoll den immer wütender werdenden Angriffen der Hausherren entgegenstellten. Die Stimmung hatte zu diesem Zeitpunkt längst ihren Siedepunkt erreicht und das altehrwürdige Kathreinstadion glich einem Hexenkessel. Angetrieben von den eigenen Fans näherten sich die SBR- Offensive immer mehr dem Tor von Kevin Nastiuk, der Ausgleich jedoch wollte und wollte einfach nicht fallen.

Zwei Minuten waren noch auf der Uhr, der Zeiger drehte sich unerbittlich weiter, da bekam plötzlich Tyler McNeely im Slot die Scheibe und drückte das Spielgerät irgendwie zum Ausgleich über die Linie! Jetzt flog fast das Stadiondach weg und die SBR- Fans lagen sich jubelnd in den Armen!

Aber noch war nichts entschieden, das Spiel ging in die Verlängerung. „Do or die“ hieß es jetzt für die Gäste und die Hausherren ritten auf der Welle der Euphorie. Und wie sie ritten! Keine Minute gespielt, der Arm des Schiedsrichters Bastian Haupt zuckte hoch – Strafzeit für Dresden!

Jetzt kam der große Auftritt von Andrej Strakhov, der mit seinem Siegtreffer das Stadion an der Jahnstraße endgültig in ein Tollhaus verwandelte. Game- Set and Match Starbulls Rosenheim- Halbfinale!

In der anschließenden Pressekonferenz gratulierte Löwen- Coach Thomas Popiesch fair zum Sieg. „Meine Mannschaft hat die Serie nicht in Rosenheim verloren, sondern in Dresden. Kämpferisch und von der Einstellung her waren wie ebenbürtig.“

Starbulls-Trainer Franz Steer gab das Kompliment an die Gäste zurück und bedankte sich bei Popiesch für den fairen Umgang miteinander in dieser Serie. Dies wäre nicht gegen jeden Gegner so.

Die Halbfinalserie gegen Bietigheim beginnt am kommenden Freitag mit einem Heimspiel in Rosenheim. Natürlich wollen die Starbulls erfolgreich Revanche nehmen für die 3:4 Serienniederlage aus der Vorsaison. Dieses Mal haben die Oberbayern Heimrecht.

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