Nur noch ein Punkt zum Platz eins

Starbulls besiegen Angstgegner gleich zweimal hintereinander

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StarbRosenheim – Zweimal mussten Rosenheims Eishockeyspieler am Wochenende gegen ihren erklärten Angstgegner Weißwasser antreten, zweimal behielten sie die Oberhand! Dem 6:3 Auswärtssieg in der Lausitz folgte am gestrigen Sonntagabend ein 6:4-Heimsieg. Durch die zeitgleiche Heimniederlage von Tabellenführer Bremerhaven haben die Starbulls nun mehr bis auf einen Punkt auf Platz 1 aufgeschlossen.

2240 Zuschauer sahen am Sonntagabend eine abwechslungsreiche und höchst kurzweilige Partie mit schließlich dem besseren Ende für die Starbulls. Der nur mit 15 Spielern im Kader angereiste Gast aus Ost- Sachsen konnte das erste Drittel ausgeglichen gestalten und ging in der 5. Minute etwas glücklich in Führung, als Peter Boon einen Schuss von Sean Fischer ( Anm.: Sohn von Rosenheims legendärer Nr. 23 Ron Fischer) unhaltbar für Pasi Häkkinen abfälschen konnte. Wer nun dachte, die Dinge würden so verlaufen wie gegen diesen Gegner üblich, der sah sich getäuscht. Tyler McNeely konnte für seine Farben in der 13. Minute ausgleichen und deutete hier bereits die überragende Bedeutung der ersten Rosenheimer Sturmformation für den Ausgang dieser Partie an.
Der zweite Spielabschnitt erlebte eine entfesselte Rosenheimer Offensivpower vom aller Feinsten. Keine zwei Minuten waren absolviert, da stellte Robin Hanselko auf 2:1 für Grün- Weiß. Als Stadionsprecher „Pfeff“ Dupski gerade seinen Namen als Torschützen ausrufen wollte, da klingelte es bereits erneut im Gehäuse der Füchse, da waren gerade einmal 13 Sekunden vergangen. Shawn Weller war der Torschütze, der den an diesem Abend nicht immer ganz glücklich agierenden Schlussmann Strahlmeier mit der Rückhand überwand. Erneut nur vier Minuten darauf bereits das 4:1 für die Hausherren. Erneut war es Rosenheims Goldhelm Weller, der jetzt sichtlich Spaß an dieser Partie hatte und sich von der begeisterten Kulisse feiern ließ.

Wer jetzt dachte der „Kas sei schon gebissen“, der sollte im letzten Spielabschnitt eines besseren
belehrt werden. Stellten noch im zweiten Drittel die Gäste ihre Defensivbemühungen so gut wie ein,
so ließen sich die Starbulls nicht lumpen und erklärten sich diesbezüglich kurzerhand mit den Gästen solidarisch. Fortan verlegten sich beide Teams nun mehr darauf ohne Absicherung nach hinten nach vorne zu spielen. Die Gäste, weil ihnen bei diesem Spielstand sowieso nichts anderes mehr übrig blieb und die Hausherren…. nun das bleibt wohl ihr Geheimnis.

Der Rest der Geschichte ist leicht erzählt. Rosenheim vergeigte insgesamt sechs Alleingänge, die Gäste nutzten ihre Chancen und Halbchancen und kamen durch Jens Heyer und Sean Fischer wieder auf 4:3 heran. Als Tyler McNeely in der 53. Minute seinen zweiten Treffer an diesem Abend zur 5:3 Führung markierte, da schien die Waagschale endgültig auf die oberbayerische Seite gekippt zu sein. Aber diese Rechnung wurde einmal mehr ohne den Wirt, sprich ohne die Rosenheimer Defensive gemacht, die den Gästen den erneuten Anschlusstreffer durch Ausnahmestürmer Pavel Brendl gestattete.

Da waren noch vier Minuten zu spielen. Die Gäste warfen jetzt alles was sie hatten nach vorne und bekamen nur eine Minute später sogar noch die Möglichkeit mit einem Mann mehr auf dem Eis zu agieren. Robin Weihager vertändelte die Scheibe und wusste sich im Anschluss nur mehr durch ein Foul zu behelfen- 2min wegen Haltens gegen ihn und Gefahr in Verzug. Aber statt des Ausgleiches schnappte sich Rosenheims Bester an diesem Abend, Tyler McNeely, kurzerhand die Scheibe, fuhr den insgesamt siebten Alleingang seiner Mannschaft an diesem Abend und konnte diesen schließlich zur endgültigen Entscheidung im Tor der Füchse unterbringen. Hattrick für den Rotschopf!
Des einen Leid, des anderen Freud- so könnte man sagen. Während die Zuschauer zufrieden und
sichtlich gut unterhalten nach Hause gingen, zeigten beide Trainer in der anschließenden
Pressekonferenz ihr deutliches Missfallen gegenüber des jeweils eigenen defensiven Auftretens.
„Wenn du Auswärts sechs Tore bekommst, dann kann man nicht gewinnen“- so Gäste- Coach Dirk
Rohrbach. „Aber meine Mannschaft hat nicht aufgegeben, auch wenn sie heute zumeist die falschen Entscheidungen getroffen hat.“

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