Noch zweimal „Volksfest“

Die letzten Spieltermine beim Theater Wasserburg

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Zum ersten Mal sind im Theater Wasserburg zwei Schauspielstücke und eine Tanztheater-Produktion zu einem gemeinsamen Abend verknüpft worden. In diesem Paket namens „Volksfest“ sind enthalten: „Heiliger Krieg“ von Rainald Goetz, „Bombenfrau“ von Ivana Sajko und „Das Spinnennetz“ von Joseph Roth. Die drei Stücke sind jetzt noch zweimal zu sehen.

Das Volksfest als fiktiver Überbau, als konkretes Dach, als zwischenmenschlicher Sammelpunkt – und dann tun sich Einzelschicksale inmitten des bierseligen Szenarios auf. Da ist einer, der sich unbedingt verständlich machen will, der nach Worten kramt und doch nur Hülsen findet. Da ist ein anderer, der dann doch lieber runterschluckt, was sonst noch so alles aus ihm herausbrechen würde. Und die Kellnerin in all ihrer Bigotterie verliert sich in rhythmischen Fantasien.

Bedrohlich einsam sinniert eine Frau über die Möglichkeit eines ebenso persönlichen wie öffentlichen Racheaktes, bis ein ganz anderer sich das Bierzelt unter den Nagel reißt … Alles in allem: ein Fest für alle.

Regie: Nik Mayr („Heiliger Krieg“), Annett Segerer („Bombenfrau“), Choreografie: Regina Alma Semmler („Das Spinnennetz“). Es spielen: Susan Hecker, Hilmar Henjes, Ann-Sophie Ludwig und Franz Zeller. Tanz: Tomaz Simatovic. „Das Spinnennetz“ wird ermöglicht durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

„Ein Abend, den sich ein Großstadttheater erst einmal trauen muss: drei Regisseure, drei Texte, drei Formen. Bravo!“ (Egbert Tholl, SZ)

Die letzten Spieltermine: Freitag, 26., und Sonntag, 28. Mai. Am Freitag ist Vorstellungsbeginn um 20 Uhr, am Sonntag um 19 Uhr. Karten gibt es bis kurz vor Aufführungsbeginn im Internet über www.theaterwasserburg.de. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Buchhandlung Fabula und bei Versandprofi Gartner in Wasserburg, beim Kulturpunkt Isen-Taufkirchen und im Kroiss-TicketZentrum Rosenheim. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Foto: Christian Flamm

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