Noch drei Siege bis zum Titel

Am 3. Mai beginnt die Finalserie gegen die Rhein-Main Baskets

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Der TSV Wasserburg möchte eine starke Saison mit dem verdienten Titel krönen! Sieben Monate nach Saisonbeginn wollen Trainer Bastian Wernthaler und sein Team auch noch den letzten Schritt auf dem Weg zum siebten Meistertitel tun. Dazu müssen sie die Rhein-Main Baskets dreimal besiegen, an diesem Wochenende sind die ersten beiden Matches. Die Partie am Freitag, 19.30 Uhr, Badria-Halle ist sicherlich richtungsweisend, denn eine Heimniederlage würde den Druck vor dem Auswärtsmatch am Sonntag (16 Uhr) deutlich ansteigen lassen.

„Wir wissen um unsere Qualität und um unsere Stärke, uns muss erst mal jemand in drei von fünf Spielen besiegen“, verbreitet der Coach Optimismus. Wasserburg hat sich so akribisch und genau vorbereitet wie noch nie in dieser Saison, aus gutem Grund. „Es war die längste Videoanalyse und es gab das umfangreichstes Handout, denn Rhein-Main spielt anders als jedes Team in dieser Liga. Der Großteil der Mannschaft kennt sich seit der Jugend, sie verstehen sich in- und auswendig und spielen in der Offensive sehr frei. Sie haben feste Grundstrukturen, aus denen sie aber jederzeit ausbrechen und dann ihre individuellen Stärken ausspielen“, meint Wernthaler.

Rhein-Main hat einen sehr breiten und ausgeglichenen Kader, in den Play-Offs haben bereits sechs verschiedene Spielerinnen zweistellig gepunktet, bei Wasserburg bisher nur fünf. Die wichtigsten Stützen sind natürlich die beiden US-Girls Alyssa Karel (Aufbau) und Denise Beliveau (Flügel), die dritte US-Amerikanerin Anya Covington (Center) ist seit Mitte Februar am Knöchel verletzt und soll auch im Finale nicht spielen können. Ansonsten baut Trainer Dr. Steffen Brockmann auf den starken eigenen Nachwuchs. Stephanie Wagner und Anna-Lisa Rexroth sind A-Nationalspielerinnen, doch erst die Rückkehr von Svenja Greunke nach einer hartnäckigen Fußverletzung hat Rhein-Main so gefährlich gemacht. „Greunke ist eine der komplettesten deutschen Spielerinnen überhaupt“, lobt Wernthaler. „Du siehst sie das ganze Spiel nicht, am Ende hat sie aber 15 Punkte und 10 Rebounds.“ Die Nationalspielerin ist immer noch nicht 100prozentig fit, doch im Halbfinale gegen Osnabrück war sie für durchschnittlich 13 Punkte und 7 Rebounds gut, in nur 25 Minuten pro Match.

Im Viertel- und Halbfinale hat Rhein-Main das erste Spiel jeweils verloren (in Halle, in Osnabrück), drehte dann aber die Serie. Coach Brockmann zog aus den Niederlagen also immer die richtigen Schlüsse und wusste diese Erkenntnisse an seine Spielerinnen weiterzugeben. Ebenfalls eine Qualität des Vorrundensiebten. Zum zweiten Mal in Folge hat es jetzt übrigens der Siebte der Hauptrunde ins Finale geschafft, im Vorjahr waren es die Halle Lions. „Die Liga ist einfach ausgeglichener als noch vor fünf Jahren“, urteilt Wernthaler. „Als ich damals mit Schwabing Siebter oder Achter war, sind wir zum Spaß im Viertelfinale angetreten, wir hatten keine echte Chance. Jetzt ist in diesen Begegnungen alles möglich.“ Deshalb nimmt Wasserburg den Finalgegner sicher nicht auf die leichte Schulter. Thoresen & Co. müssen sich auf wechselnde Verteidigungssysteme bei Rhein-Main einstellen, auf viel Zonenverteidigung, auch auf eine Ganzfeldpresse, die den Spielaufbau schon früh unterbinden will. Vorteile sieht der Coach am Korb, wo Cannon, Dalembert, Sten und Fikiel dominieren sollten. Bei Katharina Fikiel allerdings ist der Einsatz ungewiss, nachdem sie im Training einen Tritt auf den angeschlagenen Fuß bekommen hat. Der Fanclub Wasserburg Lions fährt am Sonntag nach Langen zu Spiel 2 der Finalserie. Anmeldungen unter info@wasserburger-lions.de oder am Freitagabend am Fanclubstand. Außerdem sind die Dauerkarten für die kommende Saison ab sofort an der Abendkasse erhältlich.

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