Neues Denken und neues Handeln

Wasserburger Grüne stellen ihr Wahlprogramm vor

image_pdfimage_print

gruene_logo_3Der Wasserburger Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen beschloss auf seiner letzten Ortsversammlung einstimmig das Wahlprogramm für die Stadtratswahl am 16. März. Das Programm war in den vergangenen Wochen und Monaten in fünf Arbeitsgruppen unter intensiver Beteiligung der Mitglieder und Stadtrats-KandidatInnen erarbeitet und abgestimmt worden.

Die Vorstellungen und Ziele für die Wahlperiode 2014 – 2020 wurden dabei den Arbeitsgruppen entsprechend in fünf Kapiteln zusammengefasst und mit ‚Neue Wege‘ (Stadtentwicklung & Infrastruktur), ‚Neue Energie‘ (Stadtwerke & Energiewende), ‚Neues Denken‘ (Bildung & Kultur, Familie & Jugend), ‚Neue Chancen‘ (Wirtschaft & Innovation) und ‚Neues Handeln‘ (Bürgerschaftliches Engagement, Information & Transparenz) überschrieben.

Dieses Wahlprogramm präsentieren die Wasserburger Grünen sowohl in einer kompakten Kurzfassung als auch in der ausführlichen Variante. Beide Versionen sind auf der eigens eingerichteten Webseite unter www.kommunalwahl.ws verfügbar. Interessierte Bürger können hier einfach die Themenbereiche anklicken und sich gerne auch die PDF-Version des gesamten Programms herunterladen.

Zudem präsentieren sich auf der Webseite auch der grüne Bewerber um das Bürgermeisteramt, Christian Stadler, sowie die 24 Stadtrats-KandidatInnen jeweils mit kurzer Vita und ihren persönlichen politischen Zielen. Erstmals stellen sich fast alle BewerberInnen um ein Mandat auch in einem kurzen Video vor.

 

Das grüne Wahlprogramm für Wasserburg in Kurzfassung:

Neue Wege – Stadtentwicklung, Verkehr & Infrastruktur

Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt aller städtebaulichen Planungen. Das heißt, wir wollen den Maßstab nach ihm ausrichten und die Lebensqualität in allen Stadtvierteln verbessern.

Verkehr und Mobilität bedeutet für uns weit mehr als nur die Belange des Autoverkehrs im Fokus zu haben.

Wir wollen die umwelt- und sozialverträglichen Verkehrsmittel (ÖPNV, Fahrrad und das Zu-Fuß-gehen) attraktiver machen, insbesondere die ÖPNV-Anbindung an unser Umland.

In der Stadtentwicklung setzen wir auf Nachverdichtung und die Reaktivierung von Leerständen. Der Erhalt von bezahlbarem Wohnraum in allen Stadtvierteln ist die Voraussetzung für den Erhalt sozialer Strukturen.

Wir wollen weiter an der Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude und Verkehrsmittel arbeiten und im Altstadtbereich einen gerechten Ausgleich zwischen der erforderlichen energetischen Sanierung und den Belangen des Denkmalschutzes schaffen.

Eine intakte Natur ist wesentlicher Bestandteil einer attraktiven und lebenswerten Stadt. Der Erhalt der Artenvielfalt, die Weiterentwicklung der Biotopvernetzung und der Schutz der Gewässer sind daher vordringliche Aufgaben Grüner Kommunalpolitik.

Neue Energie – Stadtwerke & Energiewende

Wir sehen die ausgegebenen Klimaschutzziele als Chance für unsere örtliche Wirtschaft. Wir wollen die Stadtwerke, als Rückgrat der kommunalen Daseinsvorsorge auf ein langfristig solides Fundament stellen. Hierzu sind neue Betätigungs- und Geschäftsfelder zu erschließen.

Die erfreuliche gesteigerte Nachfrage nach Ökostrom soll künftig auch einen echten ökologischen Nutzen bringen und nicht in erster Linie dem Profit eines Atomstrombetreibers zugute kommen.

Das Badria soll als familienfreundliche Freizeiteinrichtung erhalten bleiben, ohne sich zum Klotz am Bein der Stadtwerke zu entwickeln.

Neues Denken – Bildung & Kultur, Familie & Jugend

Das kulturelle Angebot im Bereich der Stadt wollen wir Grünen weiter stärken. Vor allem Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Migrationshintergrund wollen wir den Zugang zu kulturellen Angeboten ermöglichen bzw. erleichtern.

Eine lebendige lernfähige und zukunftsorientierte Stadt braucht eine aktive Kulturpolitik. Unser Ziel ist es, dass noch mehr Menschen in die kulturellen Räume wie Theater, Konzerte, Kino, Museen und in die Bibliothek kommen.

Wasserburg als Schulstadt muss attraktive Bildungsangebote anbieten. Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Kommunen ist auszuweiten. Zu einer familiengerechten Stadt gehört für uns außerdem, dass Wohnen mit Kindern auch im Stadtzentrum wieder attraktiv wird.

Neue Chancen – Wirtschaft & Innovation

Wir wollen eine nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Wasserburg statt Wachstum um jeden Preis. Hierbei ist darauf zu achten, den vorhandenen Branchenmix breiter aufzustellen und die Voraussetzung für die Ansiedlung neuer Betriebe zu verbessern, insbesondere durch einen flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes.

Die Mittelzentrumsfunktion der Stadt ist, auch in Kooperation mit den Umlandgemeinden, zu stärken, innerstädtische Entwicklungspotenziale müssen ausgeschöpft werden. Dabei sollen möglichst Mischnutzungen mit einer hohen Aufenthaltsqualität entstehen.

Neues Handeln – Bürgerschaftliches Engagement, Information & Transparenz

Wir wollen das bürgerschaftliche Engagement stärken und die Bürger bei zentralen Projekten besser und frühzeitiger beteiligen. Hierbei ist ein möglichst ungehinderter Zugang zu allen relevanten Informationen wichtig. Wir setzen uns deshalb weiterhin für eine städtische Informationsfreiheitssatzung ein.

Wir stehen für die Grundsätze des Datenschutzes über die Einhaltung gesetzlicher Mindeststandards hinaus: Die Sammlung der Daten der Bürger soll zweckgebunden, sparsam und transparent erfolgen. Wir wollen Chancengleichheit für alle Bürgerinnen und Bürger realisieren, indem wir ausgleichend zwischen allen Bevölkerungsgruppen wirken. Unterstützungs- und Beratungsstrukturen in der Stadtgesellschaft müssen weiter ausgebaut, vernetzt und bekannt gemacht werden. In Wasserburg haben etwa 25 % der Menschen einen Migrationshintergrund. Die Kulturen ihrer Herkunftsländer sind ihre persönliche Identität und tragen darüber hinaus zur kulturellen Vielfalt und Weltoffenheit unserer Stadt bei.

 

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