Nach Hochwasser: Bald Entlastung für B 304

A 8 voraussichtlich ab Mittwoch wieder einspurig befahrbar

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Stadtverkehr im RegenTraunstein/Wasserburg – Zur Zeit sind rund um die Uhr 40 Polizeibeamte damit beschäftigt, die Umleitungsstrecken wegen der Sperrung der A 8 bei Grabenstätt freizuhalten und Verkehrsstörungen so weit wie möglich zu minimieren. Nach einer  Begutachtung durch die beteiligten Behörden mit Fachleuten, herrscht vorsichtiger Optimismus. Voraussichtlich ab Mittwochabend kann die A 8 in beiden Richtungen wieder einspurig befahren werden – das heißt: Ab Donnerstag wird auch die derzeit stark frequentierte B 304 im Wasserburger Land wieder etwas vom Verkehr entlastet.

Seit der Überflutung am Sonntag ist die Autobahn bei Grabenstätt nun gesperrt. Dienstagmorgen war die Fahrbahn erstmalig wieder wasserfrei. Unverzüglich begannen Fachleute damit, das beschädigte Teilstück zu untersuchen und nötige Reparaturen in die Wege zu leiten. Ersten Schätzungen zu Folge wird es möglich sein, ab Mittwochabend in beiden Richtungen jeweils eine Fahrspur für den Verkehr freizugeben. Bis zur kompletten Freigabe der Autobahn wird jedoch noch längere Zeit vergehen, da umfangreiche Baumaßnahmen zur Wiederherstellung nötig sind.

Nicht nur auf der A 8, sondern auch auf den regulären Umleitungsstrecken hatte das Unwetter für große Schäden gesorgt und somit die Benennung konkreter Umleitungsempfehlungen unmöglich gemacht.

Mittlerweile wird der Verkehr aber in Richtung Süden an der Anschlussstelle Bernau (AS107) ausgeleitet, über die B 305, TS 5 und TS 6, durch Grassau, Staudach-Egerndach bis zur Anschlussstelle Bergen (AS 110) geführt und dort wieder auf die Autobahn geleitet.

Richtung Norden ist die Autobahn ab der Anschlussstelle Traunstein (AS 112) gesperrt, der Verkehr fließt über die B 306 bis Traunstein und wird im weiteren Verlauf auf der B 304 über Altenmarkt, Obing, Wasserburg und Ebersberg zur Autobahn A 99 geführt und an der Anschlussstelle Haar (AS 18) auf diese geleitet.

Das beschädigte Stück Autobahn bei Grabenstätt befindet sich verkehrstechnisch gesehen an einer sehr ungünstigen Stelle. Nördlich grenzt der Chiemsee direkt an die Autobahn an und südlich erheben sich die Chiemgauer Berge, so dass nur eine großräumige Umfahrung des gesperrten Bereichs möglich ist. Die Umleitungsstrecken sind jedoch mittlerweile ausgeschildert und werden von Polizei-Einsatzkräften betreut. Rund um die Uhr sind ca. 40 Polizeibeamte im Einsatz, um die Strecken möglichst freizuhalten und Störungen zu minimieren. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wird hierbei von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Trotz der umfangreichen Maßnahmen kommt es immer wieder zu Stauungen auf den Umfahrungen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die A 8 weiträumig zu umfahren oder Fahrten in diesem Bereich auf ein unbedingt notwendiges Minimum zu reduzieren.

 

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Ein Gedanke zu „Nach Hochwasser: Bald Entlastung für B 304

  1. Carl Heinz Hartmann

    Manchmal versteh ich manche Leute nicht mehr. Ist es doch schlimm genug, dass wir in den letzten Tagen von einer Sintflutartigen Katastrophe heimgesucht wurden. Viele Einsatzkräfte gaben Ihr Bestes um noch schlimmere Schäden für uns zu vermeiden. Nun fahre ich täglich auf der B 304 nach München hin und zurück. Wenn es gut läuft, brauche ich ca. 50 Minuten. Gestern und heute war ich tatsächlich 2 ½ Stunden nach München unterwegs. Geduld ist hier zur Zeit gefragt und der Großteil der Autofahrer hat Geduld. Ist doch klar dass der Verkehr genauso wie das Regenwasser entsprechend abgeleitet werden muss, da ja auf der A 8 nichts mehr geht und die B 304 als Ausweichstrecke dient. Dann gibt es doch tatsächlich wenn man in der Kolone fährt, diese „ich spar mir den Ausdruck ….“ Kolonenspringer die trotz verstärkten Gegenverkehr überholen müssen. Nun sitze ich wie heute Morgen im PKW „meinen Knödlsender“ vom BR hörend und in den Rückspiegel blickend einen Autofahrer der voll Ungeduld drängelt. Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln und was musste ich im Rückspiegel sehen, der hinter mir eingependelte Kolonenspringer hob die Hand und zeigte den Mittelfinger. Zugegeben der galt nicht mir, sondern dem hinter dem Kolonenspringer fahrenden THW LKW Fahrer, der den Kolonenspringer kurz angeblinkt hatte, da der wegen des Gegenverkehrs kurz einscheren musste. Diesen und ähnlichen Verkehrsraudis, die keine Rücksicht kennen, kann ich nichts Gutes abzollen. Ich kann nur an die Autofahrer appellieren, mehr Geduld beim derzeitigen „notwendigen“ Autofahren auf der B 304 und anderen Ausweichstrecken mitzubringen.

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