Mundart-Montag: Heute „Schwoam“

Bayerische Ausdrücke und woher sie kommen

Am Mundart-Montag wird bei uns a bissal Dialektforschung betrieben … Heute geht es um das bayerische Wort „schwoam“. Auf hochdeutsch heißt es so viel wie „spülen“ oder „wegschwemmen“. Aber wo kommt der bayerische Begriff her?

„Schwoam“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen von „sweiben“ oder althochdeutsch „sweibôn“. Damals hieß das so viel wie „schweifen, schweben oder sich schwingen“.

Weil man beim Spülen oft das Wasser in Schwingungen versetzt – zum Beispiel beim Maßkrug ausspülen – und weil Dinge zu schweben scheinen, wenn’s „davo schwoabt“, hat sich das im Bayerischen so durchgesetzt.

Übrigens ist auch das englische Wort „sweep“, das auf Deutsch „Schwung“ heißt, mit unserem bayerischen „Schwoam“ verwandt.

 

 

 

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