Morgen Hitzerekord! Und so geht es weiter …

In Teilen Deutschlands könnte 40-Grad-Marke erreicht werden - Große Trockenheit

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Und wieder war gestern Trier der heißeste Ort in Deutschland. Dort wurden 35,8 Grad gemessen und damit war es in Trier der heißeste Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und das war dort immerhin im Jahr 1947! Doch: „Es wird noch heißer. Von Wohlfühl-Sommerwetter sind wir in diesen Tagen weit entfernt, wenn man mal die küstennahen Regionen außen vor lässt“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

„Den ersten Hitzehöhepunkt erwarten wir morgen. Dann geht das Quecksilber im Südwesten zum Teil deutlich über die 35-Grad-Marke hinaus. Im Rhein-Neckar-Raum, Ecke Mannheim, erwarten wir sogar Spitzenwerte nahe der 40-Grad-Marke. 38 oder gar 39 Grad dürften es dort werden. Doch die Feuchtigkeit in der Luft nimmt deutlich zu und damit wird es richtig unangenehm schwül.

Und in der schwülen Luft lassen heftige Gewitter nicht lange auf sich warten. Die entladen sich dann morgen ab den Nachmittagsstunden von West nach Ost und das zum Teil recht kräftig mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Lokal ist sogar mit der Bildung von Tornados zu rechnen. Danach wird es dann wieder etwas kühler.“

Grafik oben: Wetterlage am Donnerstagnachmittag, die roten Zacken stehen symbolisch für Gewitter und die sind am Donnerstagnachmittag weit verbreitet möglich, www.wetterdata.de

Wie geht es weiter? Wettermodelle schon wieder uneins!

Bereits in der vergangenen Woche gab es einen Wettstreit zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Wettermodell. Während die Amerikaner für Deutschland in dieser Woche meist Spitzenwerte um oder knapp über 30 Grad sahen, berechnete das europäische Wettermodell Spitzenwerte bis 35 oder 36 Grad und lag damit deutlich näher an der Realität. Das ganze scheint sich nun in der nächsten Woche zu wiederholen.

Jung: „Während das US-Modell (GFS) für Deutschland in der nächsten Woche eher moderate Sommerwerte um 25 bis 30 Grad anzeigt, gehen die Europäer mit ihrem Wettermodell (ECMWF) auf Werte deutlich über der 30-Grad-Marke. Dort sind erneut Spitzenwerte bis 36 oder 37 Grad drin. Es könnte demnach direkt die nächste Hitzewelle folgen. Bei diesen Unterschieden zwischen zwei großen bekannten und führenden Wettermodellen ist die Lage in der kommenden Woche als unsicher einzustufen. Gut möglich, dass die Hitzewelle in die nächste Runde geht. Ebenso kann es aber auch frischer und angenehmer werden.“

Hier die Höchstwerte für Deutschland in den kommenden Tagen. Einmal was das US-Modell sagt und daneben, was das europäische Modell berechnet:

GFS (US-Modell)

ECMWF (EU-Modell)

Donnerstag 26 bis 34 Grad 27 bis 38 Grad
Freitag 22 bis 30 Grad 21 bis 35 Grad
Samstag 19 bis 29 Grad 22 bis 33 Grad
Sonntag 19 bis 27 Grad 22 bis 33 Grad
Montag 19 bis 31 Grad 23 bis 36 Grad
Dienstag 22 bis 33 Grad 23 bis 34 Grad
Mittwoch 23 bis 31 Grad 27 bis 37 Grad
Donnerstag 18 bis 30 Grad 28 bis 39 Grad
Freitag 16 bis 23 Grad 20 bis 34 Grad

„Wie man sieht, differieren die beiden Wettermodelle bei der Spanne der möglichen Höchstwerte recht weit auseinander. Es bleibt also spannend!

Allerdings gilt zum Niederschlag in beiden Modellen: Ergiebiger Landregen ist weiterhin nicht in Sicht! Daher geht die Dürre erstmal weiter.“
 

 

 

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