Mörder von Rott ein gesuchter Straftäter

Seit einem Freigang am 4. Februar war er in Gabersee abgängig

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Der Mörder von Rott war ein gesuchter Straftäter. Der 25-Jährige war vor sieben Jahren wegen schwerer, räuberischer Erpressung verurteilt worden, er war seitdem in Gabersee untergebracht wegen einer psychischen Erkrankung. Seit einem Freigang am 4. Februar war er abgängig und per Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Er befinde sich jetzt in einer besonders gesicherten Einrichtung. Der Haftbefehl durch das Amtsgericht Rosenheim lautet auf zweifachen Mord, so das Polizeipräsidium am heutigen Mittwoch …

Im Laufe des gestrigen Tages erfolgten die Obduktionen der Opfer in der Rechtsmedizin München. Beide starben an mehreren tödlich ausgeführten Stichen.

Polizisten verletzt: Entlassene 20-Jährige aus Rott in Klinik eingeliefert

Seit einiger Zeit soll es in dem Mehrfamilienhaus in Rott immer wieder Ärger wegen Lärmbelästigungen gegeben haben. Der 20-Jährigen sei daraufhin ihre Wohnung gekündigt worden und sie habe sich unmittelbar vor ihrem Auszug befunden.

Nach ihrer gestrigen, polizeilichen Entlassung am Abend (wir berichteten) befand sie sich am Bahnhof in Rosenheim und soll dort Mitarbeiter der Deutschen Bahn sowie Reisende beleidigt haben.

Bei Eintreffen einer Streife der Bundespolizei habe die junge Frau erneut massiven Widerstand geleistet und habe die Beamten beleidigt sowie bespuckt. Zudem habe sie zwei Polizisten leicht verletzt. Diese Handlungen führte sie auf der Dienststelle der Inspektion Rosenheim fort, so dass die 20-Jährige in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen werden musste, sagt die Polizei.

Ermittler der Kriminalpolizei Rosenheim führen am heutigen Tage weitere Umfeld-Ermittlungen durch.

In der Rechtsmedizin München erfolgten gestern die Obduktionen der 66-jährigen Frau sowie des 73-jährigen Mannes. Beide starben laut Polizei durch mehrere tödlich ausgeführte Stiche.

Das Absuchen der Tatortumgebung mit Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei sowie Polizei-Diensthunden sei abgeschlossen, heißt es weiter. Bislang verdächtige Gegenstände wurden nicht aufgefunden.

Auch am heutigen Tag folgen weitere Ermittlungen wie Vernehmungen und Spurenabgleiche.

Ob die Beteiligten vor der Tat Drogen oder Alkohol konsumierten, müssen die Untersuchungsergebnisse zeigen, so die Beamten.

Der Ehemann des 66-jährigen Opfers werde durch die Kriminalpolizei betreut, heißt es abschließend.