Mit Wut im Bauch gegen die Falken

Am Freitag Heimspiel gegen Heilbronn im Kathrein-Stadion

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LOGO NEGATIVRosenheim – Heimspiel der Starbulls: Am Freitag um 19.30 Uhr kommt es in der DEL2 zum Gastspiel der Heilbronner Falken im Kathrein-Stadion. Rosenheims Eishockeyspieler gehen hochmotiviert in diese Partie und wollen die Niederlage von Kaufbeuren postwendend wettmachen. Wie angekündigt wird auch Rosenheims Top-Torschütze Norman Hauner wieder für die Innstädter auflaufen, dessen Ausleihe zum DEL Club EHC Red Bull München derweilen für mächtig Wirbel unter den Anhängern der Grün-Weißen gesorgt hatte.

Eigentlich waren am letzten Wochenende sechs zusätzliche Punkte auf dem Konto des Altmeisters fest eingeplant gewesen, musste man doch gegen die beiden Tabellenschlusslichter Crimmitschau und Kaufbeuren antreten. Eigentlich! Während die Heimpartie gegen die Eispiraten auch souverän mit 5:2 gewonnen werden konnte, erlebten die Oberbayern im Allgäu eine böse Überraschung und unterlagen dem gastgebenden ESVK mit 2:3 n.V.

Trotz der im Vorfeld dieser Partie mahnenden Worte ihres Übungsleiters gelang es der Mannschaft nicht an ihr Leistungslimit heranzukommen. Viele Stimmen im aufgebrachten Umfeld machten vor allem das Fehlen von Rosenheims bestem Torschützen Norman Hauner für diese Niederlage verantwortlich.

 

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Dem widersprach Starbulls-Coach Franz Steer vehement, der vor allem die mangelnde Chancenverwertung seines Team ursächlich für diese Niederlage sah. „Wenn wir dort keine gute Leistung abrufen, werden wir verlieren“, war sich Rosenheims Coach schon vor der Partie sicher und sollte Recht behalten. Franz Steer war gezwungen, aufgrund der kurzfristigen Ausfälle von Leopold Tausch (Knieverletzung) und Maximilian Hofbauer (grippaler Infekt), auf drei Sturmreihen umzustellen, was dem Fehlen von Norman Hauner noch mal eine zusätzliche Brisanz gab.

Was auf alle Fälle bleibt ist einmal mehr die Erkenntnis, dass man keinen Gegner in dieser Liga unterschätzen darf und jedes Spiel bei null beginnt. Eine Sieggarantie gibt es nicht, auch nicht gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller. In diese Kategorie fallen diese Saison auch überraschend die Heilbronner Falken, der nächste Gegner der Starbulls. Wohl kein anderes Team wurde im Vorfeld der Saison mit solchen Vorschusslorbeeren bedacht wie die Käthchenstädter. Endlich wollte man in der Kolbenschmidt- Arena zu Heilbronn auch einmal den Play- off Fluch besiegen und über das Viertelfinale hinauskommen.

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Bis jetzt sind die Unterländer weit davon entfernt sich überhaupt für die Play- Offs zu qualifizieren und haben bereits acht Punkte Rückstand auf Platz Acht. Dabei hat man bis jetzt an jeder nur erdenklichen Stellschraube gedreht die es überhaupt nur geben kann. Geschäftsführer ausgetauscht, sportlicher Direktor weg, drei verschiedene Trainer, ein Wechsel auf der Torhüterposition usw., zeichnen momentan kein schmeichelhaftes Bild für den schwäbischen Traditionsclub.

Der Neue an der Bande ist der Russe Igor Pawlow, vormals Hannover Scorpions. Ihm soll jetzt gelingen das schlingernde Schiff der Falken wieder auf Kurs zu bringen und die hochkarätig besetzte Mannschaft doch noch in die Play- off Plätze zu bugsieren. Dabei scheint das Team auf der Stelle zu treten, auch wenn erst jüngst das Spitzenteam aus Ravensburg mit 4:3 n.P. bezwungen werden konnte. Nach dem Ausfall von Stammtorhüter Sinisa Martinovic haben die Falken kurzerhand einen Kandidaten verpflichtet, der kurzzeitig auch mal in Rosenheim im Gespräch war.

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Die Rede ist von Branislav Konrad. Nach der Verletzung von Pasi Häkkinen in der Vorbereitungsphase war er der erste Kandidat gewesen, der den Finnen ersetzen sollte, jedoch kam eine Vertragsunterschrift sehr kurzfristig nicht zustande und so wurde an seiner statt der Franko- Kanadier Frederic Cloutier verpflichtet, der mittlerweile sein Geld beim Meister Bietigheim verdient. Manchmal dreht sich das Spielerkarussell eben schnell.

Die Starbulls werden mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch in diese Partie gehen um die Niederlage vom Sonntag so schnell wie möglich vergessen zu machen. Wieder mit an Board werden voraussichtlich die beiden Landshuter im Rosenheimer Team sein. Maximilian Hofbauer hat seine Grippe auskuriert und auch der Langzeitverletzte Florian Müller erhielt jüngst sein Okay von den behandelnden Ärzten und trainiert schon geraume Zeit wieder mit. Sicher Ausfallen hingegen werden Max Renner (Verletzung am Schleimbeutel des rechten Ellenbogens) und Leopold Tausch (Knieverletzung).

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