Mit unglaublicher Leichthändigkeit

Die wunderbare Raphaela Gromes mit Duopartner Julian Riem beim Rathauskonzert

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Am vergangenen Freitag wurde ihre Debut-CD mit Werken der italienischen Spätromantik veröffentlicht: Beim 4.  Rathauskonzert 2017 in Wasserburg ist am Freitag, 13. Oktober, um 20 Uhr die wunderbare Raphaela Gromes (Violoncello), Trägerin des Deutschen Musikpreises 2016, mit ihrem Duopartner Julian Riem am Piano zu Gast. Ein musikalischer Hochgenuss wartet mit zwei Interpreten, von denen Meistercellist Yo-Yo Ma meint: „I was so impressed listening to the Gromes-Riem-Duo“ …


Die Programmpalette bei diesem Wasserburger Konzert reicht von Richard Strauss‘ beeindruckender F-Dur-Sonate für Violoncello und Klavier bis zu einer ausgesprochen witzigen Interpretation des Figaro aus dem „Barbier von Sevilla“.

Raphaela Gromes:

Bereits als Vierjährige hat Raphaela Gromes mit dem Cellospiel begonnen und konnte im Alter von sieben Jahren mit ihren Eltern, beide Cellisten, erste Bühnenerfahrung sammeln. Ihr Debüt als Solistin erfolgte mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda im Herbst 2005, worauf sie von Publikum und Presse überschwänglich gefeiert wurde. Hierauf folgten zahlreiche Auftritte mit dem großen Cellorepertoire.

Ihr wurden bereits einige Cellokonzerte gewidmet: So kam 2012 ein Cellokonzert von Dominik Giesriegl zur Uraufführung. 2013 folgte die Uraufführung des Cellokonzertes von Valentin Bachmann mit dem Philharmonischen Orchester Budweis unter der Leitung von David Svec. Die dritte Weltpremiere, das für Raphaela Gromes und Cécile Grüebler 2014 von Mario Bürki geschriebene Doppelkonzert „Chroma“, brachte die junge Cellistin mit dem Schweizer Militärorchester zusammen. Weitere Konzerte erfolgten mit Kent Nagano, Christoph Altstaedt und dem Beethoven-Orchester Bonn.

Raphaela Gromes war bereits zu Gast bei dem Schleswig-Holstein Festival, dem Jungfrau Music Festival Interlaken, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Heidelberger Frühling, dem Vorsprung Festival der Audi Sommerkonzerte in Ingolstadt, den Münchner Opernfestspielen, dem Marvao International Music Festival, den Mondsee Musiktagen und dem Edinburgh International Festival.

Neben ihren Auftritten als Solistin widmet sie sich vor allem der Kammermusik. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Christian Altenburger, Isabelle von Keulen, Alexander Lubimov, Patrick Demenga und Mischa Maisky. Mit ihrem festen Duo-Partner, dem Pianisten Julian Riem, konzertiert sie regelmäßig im In – und Ausland.

Nach einer ersten Einspielung bei Farao Classics im Jahr 2014 mit ihrem langjährigen Klavierpartner Julian Riem ist Raphaela Gromes seit 2016 Exklusivkünstlerin bei SONY. Ihre erste SONY-CD widmet sie – erneut im Duo mit Julian Riem – spätromantischen Werken von Giuseppe Martucci, Leone Sinigaglia, Ferrucio B. Busoni und Mario Castelnuovo. Die Aufnahme erscheint am 8.September 2017.

Raphaela Gromes wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 2011 gewann sie den Musikförderpreis des Konzertvereins Ingolstadt, 2012 den 1. Preis des Richard Strauss-Wettbewerbs. Ebenfalls seit 2012 ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und wird von Yehudi Menuhin Live Music Now gefördert. Darüber hinaus erhielt sie das Stipendium der Hans und Eugenia Jütting Stiftung Stendal. 2014 wurde sie Preisträgerin des Förderpreises der Theodor-Rogler-Stiftung Bad Reichenhall, gemeinsam mit ihrer Celloduopartnerin Cécile Grüebler. 2016 erhielt sie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Cello solo und wurde vom Deutschen Musikrat in die Bundesauswahl junger Solisten aufgenommen.

Unter ihren Auszeichnungen finden sich außerdem der 1. Preis des Kulturkreis-Gasteig-Wettbewerbs in den Jahren 2012 und 2016 sowie der 1. Preis des internationalen Concorso Fiorindo Turin 2013.

Sie begann ihr Studium mit 14 Jahren als Jungstudentin an der Mendelssohn-Bartholdy-Hochschule in Leipzig bei Peter Bruns und setzte es 2010 bei Wen-Sinn Yang an der Musikhochschule in München und später bei Reinhard Latzko an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort. Wichtige musikalische Anregungen erhielt sie außerdem auf Meisterkursen bei namhaften Cellisten wie David Geringas, Yo-Yo Ma, Frans Helmerson, Natalia Gutman, Jens Peter Maintz, László Fenyö, Daniel Müller-Schott, Kristin von der Goltz, Wolfgang Boettcher, Anner Bylsma und Wolfgang Emanuel Schmid.

Sie spielt ein Violoncello von Jean-Baptiste Vuillaume aus den Jahren um 1855, das ihr aus privater Hand zur Verfügung gestellt wird.

Julian Riem – Piano:

Der Münchner Pianist Julian Riem studierte bei Michael Schäfer an der Musikhochschule in München und bei Michel Béroff am Conservatoire National Supérieur in Paris. Zuletzt setzte er sein Studium in der Solistenklasse von Rudolf Buchbinder an der Basler Musikakademie fort, an der er das Solistendiplom mit Auszeichnung erhielt.

Julian Riem gewann internationale Klavierwettbewerbe in Modena, Madrid, „Premio Gui“ in Florenz und war Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs. Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter konzertiert er regelmäßig in Europa, Japan und den USA.

Er spielt im Velit Quartett und im Münchner Horntrio, dem ein Echo Klassik für die beste Kammermusikeinspielung 2012 für die Aufnahme der Horntrios von Brahms, Ligeti und Koechlin bei Farao classics verliehen wurde.

Auftritte bei internationalen Festivals, u.a. dem Klavierfestival Liszt-en-Provence, Musica mundi in Brüssel, dem Rolf Liebermann Podium Hamburg, Les Muséiques in Basel, der Münchner Biennale, den Münchner Opernfestspielen, dem Rheingau Musik–festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Oleg Kagan Festival Kreuth, dem Strauss Festival Garmisch, den Tucson Friends of Chambermusic, Arizona und Barge Music, New York.

Er konzertiert u. a. mit dem Basler Symphonieorchester, dem Symphonieorchester Madrid, mit dem Württembergischen Kammerorchester, der Südwestdeutschen Philharmonie, dem Münchner Kammerorchester, den Münchner Bachsolisten und dem Kurpfälzischen Kammerorchester.

Neben dem klassischen Konzertrepertoire setzt sich Riem für moderne und zeitgenössische Komponisten ein, neben Messiaen, Ligeti, Stockhausen, Henze, Boulez, Xenakis, Schnittke und Hartmann finden sich in seinen Programmen immer wieder Werke und Uraufführungen von Liebermann, Stahmer, Bourbodakis, Illes und Koch.

Julian Riem wirkte bei Ton- und TV-Aufzeichnungen für verschiedene deutsche Sender, für das japanische NHK und das amerikanische npr mit. Er ist Lehrbeauftragter der Musikhochschule in München und am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.

Seine breitgefächerte künstlerische Tätigkeit ist vor allem im Bereich der Kammermusik durch CD-Aufnahmen dokumentiert.

 

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