Mit neuer Ausstellung dem Himmel so nah

Zahlreiche Besucher bei gestriger Eröffnung - Plädoyers für neues Depot

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Das städtische Museum Wasserburg platzte gestern wieder aus allen Nähten: Zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Dem Himmel so nah! Vom Leben in alter Zeit“ kamen zahlreiche Vertreter aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Die Grußworte sprach diesmal Zweiter Bürgermeister Werner Gartner, der die Gelegenheit nutzte, fürs neue Museums-Depot zu werben. Das tat dann auch Museumsleiterin Sonja Fehler, die wie immer kurzweilig und profund in die Ausstellung einführte.

„Unser Museum ist stark renovierungsbedürftig. Das wissen wir nicht erst seit gestern“, sagte Gartner. Um die Geschichte der Stadt und des Umlandes auch weiterhin lebendig zu halten, sei das neue Depot deshalb unerlässlich. „Auch wenn es bei der derzeitigen Haushaltslage nicht leicht sein wird, die veranschlagten drei Millionen an Kosten zu finanzieren.“

 

Von Herz und Magie, von religiöser Volksfrömmigkeit und vom Leben der einfachen Menschen im 18. und 19. Jahrhundert im ländlichen Oberbayern erzählt die neue Ausstellung, die Museumsleiterin Sonja Fehler (hier mit Familie Irlbeck und Werner Gartner) anschließend den Gästen vorstellte. Die Sonderausstellung eröffne tiefe Einblicke in die oberbayerische Volkskunst aus dieser Zeit, so Fehler.

Gartner und Fehler dankten abschließend allen Helfern („die üblichen Verdächtigen“) und Leihgebern, die die Ausstellung, sie ist bis 25. Juni zu sehen, erst ermöglicht hätten.

 

Begleitet wurde der Abend durch die Band „Kreiz&Quer“ in der Besetzung Gerlinde Hofmann (Geige), Stefan Schrag und Hans-Jürgen Binder (Saxophon), Lothar Ploner (Bariton) und Ernst Hofmann (Akkordeon).

 

 

Die Sonderausstellung wird durch ein Begleitprogramm ergänzt, das zum Besuch anregt und Themen vertieft.  Am 19. März, 30. April und 25. Juni finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. „Mit Hilfe von oben“ lautet der Titel eines Spaziergangs durch Wasserburg am 2. April und 11. Juni, der Informationen zu den Spuren religiösen Brauchtums an Häusern und in den Kirchen der Stadt mit einem Besuch in der Ausstellung verbindet. Kreisheimatpfleger Ferdinand Steffan M.A. spricht am 10. Mai  zu Segenszeichen an Haus und Hof. Lehrinnen und Lehrer bilden sich am 15. März zum museumspädagogischen Begleitprogramm der Ausstellung fort. Führungen und Fortbildungen können auch gebucht werden.

Ach du lieber Himmel! Fortbildung für Lehrer

Mittwoch, 15. März 2017, 15 Uhr

Die Fortbildung führt die TeilnehmerInnen durch die Ausstellung und stellt das museumspädagogische Begleitprogramm vor.

 

Von der Wiege bis zur Bahre. Ausstellungsführung

19. März, 30. April und 25. Juni 2017, 14:30 Uhr

Die Führung lässt alte Bräuche und religiöse Vorstellungen, die mit den Stationen im Lebenslauf in Verbindung stehen, wieder lebendig werden. Die Führung ist kostenlos. Der Eintritt ist zu entrichten.

 

Mit der Hilfe von oben. Stadtführung

Sonntag, 2. April und 11. Juni 2017, 14 Uhr

Der informative Spaziergang durch Wasserburg führt zu den Spuren religiösen Brauchtums an Häusern und in den Kirchen der Stadt und endet mit einem Besuch der Sonderausstellung.

Dauer ca. 1,5 Stunden, Treffpunkt: Arkaden vor dem Museum. Der Eintritt ins Museum ist zu entrichten.

 

Segenszeichen an Haus und Hof. Vortrag

Mittwoch, 10. Mai 2017

Heimatpfleger Ferdinand Steffan M.A. stellt Segenszeichen an Haus und Hof vor und wirft auch einen Blick ins Innere der Häuser.

Treffpunkt: Sparkassensaal, Rosenheimerstr. 2, Wasserburg

Alle Führungen und die Lehrerfortbildung können auch gebucht werden.

Tel: 08071 92 52 90

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Wir hören, wie Kinder früher gelebt und gespielt haben, wie es in der alten Schule zuging und dass die Betten und die Arbeit hart waren. Darüber hinaus entschlüsseln wir gemeinsam die alten Zeichen und Symbole wie das Marienmonogram und das Schratzlkreuz, die sich noch heute an einigen Stellen finden.

 

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Ein Gedanke zu „Mit neuer Ausstellung dem Himmel so nah

  1. Irene Mittner

    Eine wirklich schöne und bemerkenswerte Ausstellung!

    3

    0
    Antworten