Mit Lobeshymnen in die Heimat zurück

Theater Wasserburg beeindruckte bei Gastspielreise in mehreren deutschen Städten

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Mit „Standing Ovations“ in der Erinnerung und hymnischen Kritiken im Gepäck kehrte das Ensemble des Theaters Wasserburg dieser Tage von einer mehrtägigen Gastspielreise zurück. In Minden, Hameln und Offenburg wurden die Waits-Wilson-Musiktheater-Produktionen gezeigt, die hier in Wasserburg in der Regie von Uwe Bertram entstanden waren. Das beeindruckte zum Beispiel in Hameln: „Wer bislang nicht wusste, wo Wasserburg auf der Landkarte ….

… zu finden ist – am Inn – weiß es jetzt unvergesslich“, war im Kulturteil der niedersächsischen Deister- und Weserzeitung DEWEZET zu lesen. Kritiker Richard Peter befand Susan Hecker, die als Dirigentin in „The Black Rider“ mit dem Taktstock die Fäden in der Hand halte, hinreißend, Hilmar Henjes als „Wilhelm“ Weltklasse und Annett Segerer als „ebenso anämisches wie naives Käthchen-Mädchen“ genauso. Ein einziges Vergnügen sei die Musik mit den vielen Brüchen gewesen. Insgesamt: „Ein Ensemble, wie man es nur selten erleben darf.“

Zuvor hatte das Theater Wasserburg bereits den Besuchern des Stadttheaters Minden in Nordrhein-Westfalen den Atem verschlagen – von der „soghaften Wirkung“ des ersten Stücks „The Black Rider“, das das Publikum laut Kritikerin Ursula Koch in einen „Rauschzustand“ versetzt hat, über „Alice“ als „Gesamtkunstwerk“ bis zum „beeindruckenden Finale“ mit „Woyzeck“.

Übereinstimmend wurde in Minden und Hameln gestaunt – und auch ein paar Tage später im baden-württembergischen Offenburg, wo das Theater Wasserburg ebenfalls zu Gast war. Das Gespür und die atmosphärische Dichte in den Inszenierungen von Uwe Bertram fiel den Kritikern insgesamt ebenso auf wie im Detail die „Marionetten“, die im „Woyzeck“ dem Momentum ausgeliefert sind und hilflos in wechselnde Rollen geworfen werden. Georg Karger und seine Band zauberten die Musik auf die Bühne, die Schauspieler seien alle auch noch ausgezeichnete Sänger, Nik Mayr spiele obendrein Trompete und Regina Alma Semmler Klavier.

Neben den Kritikern und Besuchern, die im Weiteren mit Adjektiven wie „glänzend“, „großartig“ und „herrlich schräg“ über die Stücke sprachen, zeigten sich auch die Leiter der jeweiligen Theaterhäuser glücklich, das Theater Wasserburg eingeladen zu haben, und stellten Uwe Bertram in Aussicht, ihn wieder einmal mit seinem Ensemble einladen zu wollen.

Foto oben: Bei der Probe zu „Alice“ in Offenburg: Annett Segerer, Frank Piotraschke und Susan Hecker. Foto: Nik Mayr  

Auszüge aus den Kritiken:

Mindener Tagblatt

Hameln

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