Mit falschen Papieren nach Deutschland

Angestellter eines Busunternehmens unter Schleusungsverdacht

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Die Bundespolizei Rosenheim hat am gestrigen Montag  in der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden die Insassen eines Reisebusses aus Italien überprüft. Für insgesamt fünf Personen war die Fahrt Richtung München damit beendet. Ein Pole wird beschuldigt, drei Afrikaner illegal nach Deutschland gebracht zu haben.

Bei der Überprüfung der Reisenden konnte ein 20-jähriger Gambier lediglich seinen Pass vorlegen. Ganz ohne Dokumente hingegen war ein nigerianisches Pärchen unterwegs. Die erforderlichen Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland hatte auch ein weiterer Nigerianer nicht dabei. Vielmehr versuchte der 16-Jährige, sich die Einreise mit einer gefälschten italienischen Identitätskarte zu erschleichen.

In der ersten Befragung wurde schnell klar, dass offenbar ein weiterer Businsasse die Fahrt nach Deutschland organisiert hatte. Der polnische Angestellte des Busunternehmens hatte den Afrikanern laut deren Aussagen beim Zustieg in Verona die italienischen Ausweise zusammen mit den Tickets ausgehändigt. Bei der Durchsuchung des 57-Jährigen und seiner Sachen entdeckten die Beamten weitere gefälschte Dokumente.

Der mutmaßliche Schleuser musste auf richterliche Entscheidung hin die Untersuchungshaft antreten. Bundespolizisten lieferten den Festgenommenen in Würzburg ins Gefängnis ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Gambier an die Ausländerbehörde in Ludwigsburg weitergeleitet, bei der er bereits gemeldet war.

Das Ehepaar aus Nigeria äußerte ein Schutzersuchen und wurde einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Aufgrund seines jugendlichen Alters wurde der dritte nigerianische Staatsangehörige der Obhut des Jugendamtes anvertraut.

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