Mit dem Schlauchboot in Seenot

Unwetter am Chiemsee - Zweite Suche nach Handy-Notruf vom Elektroboot aus

image_pdfimage_print

Das Unwetter mit Starkregen und heftigen Orkanböen, das gestern Abend die Region erreichte, brachte in zwei Fällen Wassersportler auf dem Chiemsee in Seenot. Das meldet das Polizeipräsidium am heutigen Mittwochnachmittag. Polizei und Wasserrettungskräfte waren gestern bis kurz vor Mitternacht im Einsatz. Alle havarierten Personen konnten zum Glück unverletzt geborgen werden.

Gegen 21.30 Uhr wurde durch den Deutschen Wetterdienst Sturmwarnung für den Chiemsee ausgelöst.

Eine Bootsstreife der Wasserschutzpolizei (WSP) Prien machte sich daraufhin einsatzbereit und erhielt wenig später über Funk die Mitteilung von einem im Bereich Bernau gekenterten Schlauchboot und dass sich drei Personen im Wasser befinden würden.

Das große Streckenboot der Polizei und Wasserrettungskräfte machten sich auf dem Weg zum Unglücksort. Bis zum Eintreffen der Boote hatten sich die drei Personen auf Höhe des Autobahnparkplatzes „Chiemsee Pavillon“ ans Ufer retten können. Sie konnten gegen 22.30 Uhr unverletzt von den Wasserrettern aufgenommen werden.

Gegen 23 Uhr erreichte das Polizeiboot eine erneute Einsatzmeldung „Elektroboot treibt manövrierunfähig im Bereich der Fraueninsel“. Der Handynotruf der Bootsinsassen wurde von der Wasserwacht in Bernau entgegen genommen und an die Polizei übermittelt.

Nachdem die polizeiliche Absuche bei Windstärke 7 bis 8, sehr hohem Wellengang und fast völliger Dunkelheit im Bereich der Inseln zunächst ergebnislos verlief, wurde durch den Einsatzleitung Wasserrettung Chiemsee dann die Alarmierung aller Wasserrettungseinheiten ausgelöst.

Wenig später zeigte das hochauflösende Radargerät des Polizeibootes dann 2,5 Km östlich der Fraueninsel auf der Weitsee ein Objekt an. Bei der Überprüfung konnte das havarierte und unbeleuchtete Elektroboot aufgefunden und die Besatzung, eine Frau und ein Mann aus Bernau, völlig durchnässt, aber unverletzt, geborgen werden.

Das durch einen Defekt am Bootsantrieb (Schraube abgerissen) manövrierunfähige Boot wurde zunächst von der Polizei abgeschleppt und dann von der Wasserwacht Bernau übernommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.