„Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Gedenkgottesdienst am gestrigen Jahrestag der Zugtragödie von Bad Aibling

Es war ein würdiger Rahmen und die Worte von Jesu am Kreuz waren der Inhalt der Predigt von Stadtpfarrer Georg Neumaier gestern am Jahrestag der Zugtragödie von Bad Aibling. Rund 150 Menschen haben sich am Denkmal versammelt, das die Bürger der Region für immer an diesen 9. Februar 2016 und an seine Opfer erinnern soll. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Das haben sich wohl viele Angehörige an diesem Tag gefragt“, sagte Neumaier und versuchte dennoch Trost zu spenden.

„Denn“, so der katholische Geistliche, „wer an Gott glaubt, hat die Hoffnung an ein Leben nach dem Tod.“ Gerade den Menschen, die vielleicht durch das Unglück aufgehört haben zu beten, wünschte er, dass sie sich durch die stillen Gebete der anderen Anwesenden tragen lassen und mit den Opfern verbunden sein können.

Pfarrer Andreas Strauß von der evangelischen Gemeinde erinnerte in seiner Fürbitte nicht nur an die zahlreichen Helfer und an die Angehörigen der Opfer. Er schloss auch den für das Unglück verantwortlichen Fahrdienstleiter und dessen Familie in seine Gebete mit ein.

Bei den fast vollständig anwesenden Stadträten, den Vertretern aus der Landes- und Bundespolitik, Mitarbeitern der Bahn sowie natürlich bei den vielen Feuerwehr-Leuten, Rettungskräften und Polizisten, die vor einem Jahr im Einsatz waren, bedankte sich Bürgermeister Felix Schwaller noch einmal für ihr Erscheinen zu dieser Gedenkfeier.

Ebenso sprach er den Willinger Bläsern (Bild oben), die den Gottesdienst musikalisch umrahmten, und den Bürgern seinen Dank aus: „Sie alle haben dieser Veranstaltung einen würdigen Rahmen verliehen.“

 

 

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Ein Gedanke zu „„Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

  1. Allen Angehörigen noch einmal ganz viel Kraft bei der Trauerbewaeltigung …. mein aufrichtiges Mitgefühl😔

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