Lukas Hesse segelt bei Weltmeisterschaft

Traum erfüllt: Gymnasiast (14) aus Pfaffing vertritt Deutschland

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Mit einem unglaublichen Gespür für das wasser und den Wind: Lukas Hesse aus Pfaffing darf zur WM.

Mit einem unglaublichen Gespür für das Wasser und den Wind: Lukas Hesse aus Pfaffing fährt zur WM.

Pfaffing – GER für Germany und die Nr. 12757. Das steht auf dem Segel seines Bootes: Lukas Hesse aus Pfaffing ist vor kurzem erst 14 Jahre alt geworden und hat sich schon einen großen Traum erfüllt – ganz allein mit eigener Kraft: Er vertritt Deutschland bei der Weltmeisterschaft im Juli in Italien. Sein halbes Leben lang schon ist Lukas begeisterter Segler. In einem „Optimist“, so heißt das Boot für die jüngsten Segler in der Fachsprache. Lukas kennt sich mit dem Wind aus wie andere Burschen in seinem Alter mit der Fußball-Bundesliga. Und er kann Wolkenbilder deuten und über Thermik erzählen, wie ein ganz Großer.

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Lukas aus Pfaffing (links) mit Freunden und seiner bayerischen Fahne. Aktuell ist er nun auch noch in die Deutsche Nationalmannschaft berufen worden.

Viele Länder hat er schon kennengelernt. Im letzten Herbst segelte er Wettfahrten in Mexiko. Unglaublich dann seine Leistungs-Explosion jetzt bei den entscheidenden Quali-Wettkämpfen in Wannemünde. Unter den 80 besten Opti-Seglern wurde Lukas Zweiter. Mit zwölf anstrengenden Wettfahrten in nur einer Woche. Einmal ging er sogar wegen einer Kollision über Bord. Aber selbst das machte nichts. Lukas startet für den Seebrucker Regattaverein und wurde nun auch in die Deutsche Nationalmannschaft berufen.

Anlässlich der Jahres-Versammlung der Optimisten-Klasse in Neuseeland war die WM 2013 an Italien vergeben worden. Wegen der optimalsten Wind-Verhältnisse findet sie am Gardasee statt – und zwar vom 17. bis 27. Juli. Lukas ist natürlich für diesen Zeitraum von seiner Schulpflicht am Gymnasium Wasserburg befreit worden.

The World Championship – glauben kann das der Gymnasiast selbst kaum. Bescheiden sagt er es – und ruhig wirkt er. Trotz seiner innerlichen Kampfesstärke. Die Schule – hm, die müsse natürlich oft hinten anstehen. Doch auch hier „kämpft“ er bisher erfolgreich. Und Zeit mit Freunden – die hat er nicht viel. Denn viel Zeit erfordert sein besonderer Sport – und Mut. Ist man doch bei jeder Witterung in seinem Boot völlig allein auf sich gestellt. Wenn’s sein muss, mitten auf dem Meer – kein Trainer, der neben einem steht und sagt, was zu tun ist. Kraft braucht man. Und Ausdauer, Konzentration. Und eine Familie, die hinter einem steht – Eltern, die bereit sind, seine Leidenschaft zu unterstützen. Lukas sagt, er sei sehr dankbar dafür. Welchen Traum er nun hat, frage ich ihn. Er lacht: „Die Olympiade – im Jahr 2020 – ja, das ist jetzt mein Traum…“

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