Lorenzo Griffin überragend in der Bayernliga

Gelungenes Saisonende der Wasserburger Basketball-Herren mit Rang vier

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Lorenzo GriffinEin schöner Abschluss: Die erste Herrenmannschaft des TSV Wasserburg hat die Bayernliga-Saison mit dem vierten Rang beendet – mit einer Bilanz von 11:9 Siegen und punktgleich mit dem TSV Vaterstetten, nur aufgrund des verlorenen, direkten Vergleichs reichte es nicht für den Stockerl-Platz! Zunächst kassierte man beim abstiegsgefährdeten TSV Neuötting noch eine deutliche 69:88 (32:48)-Niederlage, bei der man allerdings nur zu Fünft angetreten war. Neuötting dagegen in Bestbestbesetzung – und das zeigte sich …

… schon im ersten Viertel: Überlegenheit unter dem Korb und geschicktes Spiel über innen und außen mit erfolgreichen Distanzwürfen – die Gastgeber präsentierten sich nicht wie ein potentieller Absteiger.

Schon nach zehn Minuten stand es 25:16, und die Führung erreichte im dritten Viertel 25 Zähler. Kampflos geschlagen gaben sich die dezimierten Wasserburger beileibe nicht: Mit aggressiver Verteidigung und einigen Dreiern kamen sie im Schlussabschnitt nochmal auf 61:73 heran. Die Gastgeber machten dann aber um ihren Routinier Leuchte den Sack zu.
„Uns haben sämtliche Post-up Spieler gefehlt“, bedauerte Kapitän Biberovic, der auch als Spielercoach fungierte.

Wasserburg wurde von Lorenzo Griffin (23 Punkte) angeführt, Biberovic (22) und Sardgon (17)

Zum Saisonabschluss durften die Innstädter noch in der heimischen Halle antreten: Die Partie entwickelte sich zu einem Showdown der Duos Griffin (37 Punkte) und Biberovic (28) gegen Pavel (33) und Bodakos (24), den die Wasserburger mit 95:87 (59:45) für sich entschieden.

Die ersten Höhepunkte setzte aber der in Neuötting schmerzlich vermisste Edin Bajric: Der Center sorgte für die ersten neun Punkte der Wasserburger! Dann nahmen aber die Gäste das Zepter in die Hand mit bemerkenswerter Sicherheit von der Dreierlinie: 28:33 hieß der Spielstand nach nur zehn Minuten.

Doch während die Gäste dieses Niveau nicht halten konnten, waren Griffin & Co. nun richtig warmgespielt und legten bis zum Seitenwechsel 31 Punkte nach. Da sie auch in der Verteidigung sehr konzentriert agierten, durften sich die Zuschauer über eine 59:45-Führung freuen. Das von Danny Paz betreute Team schaltete auch danach keinen Gang zurück, weitere fünf Dreier kamen dazu und beim Stand von 82:63 schien eine Vorentscheidung gefallen.

Bei Fürstenfeldbrucks Topscorer Pavel kehrte aber die Treffsicherheit zurück, seine 13 Zähler sorgten für Spannung in den Schlussminuten, in denen die Gastgeber jedoch nicht in Panik gerieten und am Ende doch souverän mit 95:87 gewannen.

Trainer Paz freute sich über das gelungene Saisonende – „wir haben diesmal aus allen Lagen getroffen und in den entscheidenden Phasen ordentlich verteidigt“ – während Kenan Biberovic dem schwachen Rückrundenstart und der verpassten Vizemeisterschaft nachtrauerte: „Da waren mindestens vier Spiele dabei, die wir locker gewinnen hätten können, und zu Platz drei hat uns ein einziges gefehlt.“
Dennoch, als positives Fazit bleibt eine deutliche Verbesserung gegenüber der Vorsaison, als die Wasserburger erst spät als Tabellenzehnter den Klassenerhalt schafften. In manchen Auswärtspartien standen nur sehr wenige Akteure zur Verfügung, dazu hatte man unter den Körben meist gegen eine körperliche Überlegenheit zu kämpfen.

Lorenzo Griffin war mit Abstand bester Korbjäger der Liga (25,8 Punkte pro Partie). Der Wasserburger Aufbauspieler wies auch eine überragende Treffsicherheit von der Freiwurflinie auf (86,2 %) und hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass die Wasserburger in dieser Kategorie einsame Ligaspitze waren.

 

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