Lois Huber, Maler aus Leidenschaft

Erste Sonderausstellung zehn Jahre nach dem Tod des Künstlers aus Evenhausen

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Drei Wochen vor seinem Tod malte er noch. Das Erbe des leidenschaftlichen Künstlers Lois Huber aus Evenhausen (1923 bis 2007) umfasst Tausende Gemälde. Das Museum Wasserburg widmet dem Maler nun erstmals eine Sonderausstellung – zehn Jahre nach seinem Tod. Tochter Mathilde Fürstenberger betreibt parallel einen Bilderladen, wo zudem eine Verkaufsausstellung zu sehen sein wird. Beide Ausstellungen zeigen Auszüge aus dem Gesamtwerk Lois Huber, das die Landschaftsbilder und Porträts von seinen Reisen und Ausflügen ebenso einschließt, wie seine späteren Arbeiten …

Die Vernissage ist am kommenden Dienstag, 19. September.

Die Ausstellung im Museum Wasserburg vereint Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers aus sieben Jahrzehnten. Mit seiner expressionistischen Malweise fing Lois Huber die Berge, Seen, Dörfer und Städte des Chiemgaus ein, portraitierte die Menschen seiner Umgebung und gab die Eindrücke seiner zahlreichen Reisen wieder.

Die gezeigten Bilder stammen fast ausnahmslos aus Privat- und Familienbesitz. Einzelne Werke können erworben werden.

Anlässlich der Ausstellung ist eine Plakatserie mit vier unterschiedlichen Motiven gestaltet worden.

Die Ausstellung im Museum Wasserburg dauert von 20. September bis 5. November. 

Im Bilderladen

Parallel zur Ausstellung im Museum Wasserburg ist im Bilderladen in Evenhausen ebenfalls eine Verkaufsausstellung zu sehen. Der Bilderladen, der Lois Huber als Verkaufsraum seiner Werke auf dem Grundstück seines Wohnhauses diente, wird heute liebevoll von seiner Tochter Mathilde Fürstenberger und ihren Mitstreiterinnen, der Schwiegertochter Monika Huber und Kitty Winde-Stein, betreut.

Öffnungszeiten der Verkaufsausstellung im Bilderladen in der Chiemgaustraße 40 in Evenhausen:

30. September, 1., 21. und 22. Oktober, 4. und 5. November, jeweils von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung

Die Biographie

Lois Huber wurde 1923 in Evenhausen geboren.

Nach einer Ausbildung zum Schreiner erkämpfte sich der junge Mann trotz der Widrigkeiten der Nachkriegszeit 1947 eine Ausbildung zum Kunstmaler an der Blocherer-Schule für angewandte Kunst in München.

Ausgehend von seinem stark naturalistischen Frühwerk wandelte sich sein Malstil unter Auseinandersetzung mit den deutschen Expressionisten und den französischen Impressionisten zu einer eigenen Ausdrucksweise, die er zeit seines Lebens beibehielt. In den 1950er/1960er Jahren beteiligte sich Huber an Ausstellungen in Rosenheim, Wasserburg, Prien sowie an einigen anderen Orten im Chiemgau und in München.

In dieser Zeit war er auch als Bauer und Schreiner tätig. Ab 1967 wechselte er in die Festanstellung als Grafiker bei der Firma Alpma in Rott und betrieb die Malerei bis zu seinem Tod im Jahr 2007 zunehmend privat.

 

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