Kommt der Winter jetzt doch noch auf Touren?

Unser Experte beleuchtet die Wetter-Lage für Januar

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wetter1„Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter“. In den letzten Jahren lag diese Bauernregel immer daneben, sagen die Wetterexperten. Im Winter vor zwei Jahren war es bis Ende Januar sehr mild, danach kam der heftigste Kälteeinbruch in Europa seit 1986. Auch der Winter im vergangenen Jahr war bis Mitte Januar eher ein sehr milder Geselle. Doch auch da traf die Regel erneut nicht zu: Ab Mitte Januar wurde es kalt und schneereich. Wie’s die nächsten Wochen aussieht: www.wasserburger-stimme.de …

„Bisher hatten wir es mit einem milden Dezember und einer sehr milden ersten Januarhälfte zu tun. Doch nun wird es nach und nach immer kälter. Den Nordosten hat der Winter mit Kälte und Eis scheint erreicht. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gab es gestern verbreitet ein starkes Glatteis-Chaos“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Zum dritten Mal in Folge verfährt der Winter nun scheinbar nach einem ähnlichen Muster: nach einer überwiegend milden ersten Hälfte kommt pünktlich zur zweiten Hälfte die Umstellung der Großwetterlage. Das sich etwas umgestellt hat, zeigt auch der Blick nach Osteuropa und dort Richtung Russland und Sibirien. In den letzten Wochen war es dort für die Jahreszeit viel zu warm. Doch in den kommenden 7 Tagen wird es dort nun deutlich zu kalt werden wie die nachfolgende Karte zeigt.

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Anomalie der Temperaturen in den kommenden 7 Tagen, www.wetter.net

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Man sieht, dass es in weiten Teilen Russland und Skandinaviens nun für die Jahreszeit deutlich zu kalt ist. Teilweise liegen die Temperaturen dort in den kommenden 7 Tagen bis zu 10 Grad unter den für die Jahreszeit normalen Durchschnittswerten. Auch in Mitteleuropa sind die roten Farben der letzten Wochen weitgehend verschwunden. Wir bewegen uns nun zunehmend auf einem für die Jahreszeit durchschnittlichen Niveau.

 

IM NORDOSTEN IMMER EISIGER

In den kommenden Tagen bekommen wir es mit einer markten Luftmassengrenze zu tun. „Der Nordosten wird buchstäblich zum Eisschrank der Nation“ so Wetterexperte Jung. In Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und teilweise auch Hamburg, Niedersachsen und Sachsen muss man selbst am Tag nur noch mit Höchstwerten zwischen minus 8 und minus 3 Grad rechnen.

Ganz anders dagegen sieht die Lage Richtung Südwesten aus. Dort werden weiterhin Höchstwerte bis 4 oder 5 Grad über Null erreicht. Zum Wochenende schaffen es aber auch dort die Temperaturen kaum noch über die 0-Grad-Marke.

In den Nächsten müssen wir allerdings fast überall mit Frost rechnen. Im Nordosten können die Nachtwerte auf minus 9 bis minus 14 Grad sinken.

Dabei kommt es häufig zu Niederschlägen. Richtung Nordosten und in den Mittelgebirgen fallen diese meist durchweg als Schnee. Sonst ist es Schneeregen oder zum Teil auch gefrierender Regen.

Fazit: Der Winter nimmt langsam Fahrt auf…

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