Kohlenmonoxid trat in Sisha-Bar aus!

16-Jähriger schwebte in Lebensgefahr - Lokal geschlossen - Bitte der Klinik-Ärzte

Es ist erst wenige Tage her, dass sechs junge Menschen in Unterfranken an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben sind – ein 16-jähriger Schüler aus Rosenheim geriet aus dem gleichen Grund gestern in einer Sisha-Bar in Rosenheim in Lebensgefahr, meldet die Polizei am heutigen Samstagmorgen. Das Lokal wurde unverzüglich geräumt und der Gaststättenbetrieb eingestellt! Die Ursache: Ein Ofen ohne Kaminrohr nach außen, dessen Abgase dadurch ins Innere der Bar drangen …

Das Klinikum Rosenheim bittet auf diesem Weg jene Lokalgäste, die ein Unwohlsein, Schwindelgefühle oder sich sonstige Sorgen über ihre Gesundheit in Bezug auf den Besuch in der Shisha-Bar machen, einen Arzt aufzusuchen. Es könne möglich sein, dass sich das Kohlenmonoxid erst wesentlich später schädlich für den Körper auswirke.

Der Sachverhalt laut Polizei:

Der Jugendliche befand sich mit mehreren gleichaltrigen Freunden in der Bar. Die Gruppe rauchte zusammen an einer Shisha und nach rund drei Stunden wurde dem Schüler plötzlich schlecht.

Ihm ging es zusehens schlechter und der Rettungsdienst wurde alarmiert. Der Notarzt stellte dann eine Kohlenmonoxid-Vergifung fest, die eine sofortige Behandlung notwendig machte.

Im Klinikum Rosenheim wurden sofort Erstmaßnahmen eingeleitet, da Lebensgefahr für den jungen Mann nicht auszuschließen war.

Zwischenzeitlich gehe es dem 16-Jährigen nach ersten ärztlichen Informationen – den Umständen entsprechend – zum Glück wieder gut.

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rosenheim wurde das Lokal in Augenschein genommen. Hier wurde dann festgestellt, dass ein befeuerter Ofen die mögliche Ursache war.

Der Ofen stand im hinteren Bereich des Lokals vor dem Notausgang. Ein Kaminrohr nach außen war nicht angebracht, die Abgase wanderten so ins Innere. Der Lokalbetreiber gab an, dass der Ofen heute eigentlich samt Abluftrohr eingebaut werden sollte, doch die beauftragte Baufirma habe es einfach nicht mehr geschafft.

Die Eltern der anderen aus der Gruppe des 16-jährigen Schülers konnten noch in der Nacht angetroffen und informiert werden und die Jugendlichen begaben sich unverzüglich ins Klinikum zur Untersuchung.

Den Betreiber des Lokals erwartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung sowie eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige.

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