Klassik-Erlebnis in Wasserburg

KammerSinfonie Stuttgart und Pianist Christoph Soldan zu Gast im Rathaussaal

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Die Klassik hält wieder Einzug: Das 1. Abonnementkonzert der Wasserburger Rathauskonzerte 2017 bestreiten am morgigen Freitag, 17. März, um 20 Uhr die KammerSinfonie Stuttgart unter der Leitung ihres Konzertmeisters Daniel Rehfeldt und mit dem Pianisten Christoph Soldan (unser Foto). Der Durchbruch zu einer regen, internationalen Konzerttätigkeit gelang dem heute 52-jährigen Pianisten, als er gemeinsam mit Leonard Bernstein im Sommer 1989 als 25-Jähriger unterwegs war. Der weltberühmte Dirigent äußerte sich damals so über Christoph Soldan: „Ich bin beeindruckt von der seelischen Größe dieses jungen Musikers.“

Neben Mozarts bekanntem Klavierkonzert in C-Dur KV 415 stehen an diesem Abend weniger bekannte, dennoch ausgesprochen eingängige Kompositionen von Peter Warlock, Anton Arensky, Johan Svendsen und Benjamin Britten auf dem Programm.

Im Winterhalbjahr 1782/83 komponierte W.A. Mozart in Folge drei Klavierkonzerte. Das Konzert C-Dur KV 415 ist das größte und bedeutendste dieser ersten Wiener Konzerte. Den Solopart dieses Konzerts bestreitet im Rathaussaal der renommierte und in Wasserburg immer wieder gern gesehene Pianist Christoph Soldan.

Vor dem Klavierkonzert erklingt die sechssätzige „Capriol Suite“ für Streichorchester, das bekannteste Werk des britischen Komponisten Peter Warlock.

Nach der Pause steht mit den „Variationen über ein Thema von Tschaikowsky” ein Werk für Streichorchester von Anton Arensky auf dem Programm. Damit ehrte der russische Komponist 1894 sein im Vorjahr verstorbenes, großes Vorbild Peter Tschaikowsky. Es basiert auf dem Thema des Liedes „Christus in seinem Garten”, dem fünften von Tschaikowskys „Sechzehn Kinderliedern“.

In der „Romanze für Violine und Orchester“ des norwegischen Komponisten Johan Svendsen stellt im Anschluss der Konzertmeister der KammerSinfonie, Daniel Rehfeldt, sein geigerisches Können als Solist unter Beweis. Und zum Abschluss dieses Konzertes erklingt  Benjamin Brittens bekannte „Simple Symphonie”, ein Werk für Streichorchester, das 1934 im britischen Norwich erstmals unter der Leitung des Komponisten aufgeführt wurde.

Die Kammersinfonie Stuttgart ist ein 1978 gegründetes, unabhängiges Ensemble mit Sitz in Stuttgart. Orchestermusiker, Freiberufler und hochtalentierte Studenten formen und prägen seither den besonderen Stil des Ensembles.

Kammermusikalisches Orchesterspiel in vollendeter Klangschönheit und eine Programmgestaltung mit bekannten aber auch unbekannten Kostbarkeiten der Musikgeschichte zeichnen diesen Klangkörper aus, der immer wieder in unterschiedlichen Besetzungen auftritt.

Musikalischer Leiter und Konzertmeister ist seit 2011 der gebürtige Freiburger Daniel Rehfeldt, der daneben als vielseitiger Kammermusiker und Konzertmeister mehrerer Orchester tätig ist.

Christoph Soldan studierte Klavier an der Hamburger Musikhochschule. Der Durchbruch zu einer regen, internationalen Konzerttätigkeit gelang durch eine gemeinsame Tournee mit Leonard Bernstein im Sommer 1989. Seitdem hat Soldan innerhalb zahlreicher Tourneen mit namhaften Orchestern in ganz Europa und Übersee konzertiert.

Von 1996 bis 2006 spielte Christoph Soldan sämtliche Klavierkonzerte Mozarts zusammen mit Cappella Istropolitana, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und der Schlesischen Kammerphilharmonie Kattowitz ein. Der Konzertzyklus wurde im Januar 2006 mit den Klavierkonzerten für 2 und 3 Klaviere abgeschlossen.

Foto: Management Soldan

 

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