Klasse, Svenni! Sieg in letzter Sekunde

Basketball-Damen: Starke Nerven beim 67:65 im Spitzenspiel gegen Herne

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SvenniAls Sportfan – und vor allem auch als Sportler – braucht man hin und wieder sehr gute Nerven: A richtigs Massl hatten die Wasserburger Basketball-Damen bei ihrem Auswärtssieg in der Begegnung der beiden noch ungeschlagenen Clubs der 1. Bundesliga! Hochspannung pur im Spitzenspiel, das diesen Namen redlich verdiente. Mit 67:65 (35:30) besiegte das Team von Head-Coach Bastian Wernthaler den Herner TC in einer äußerst packenden Partie. Nach einer langen Anreise ins Ruhrgebiet handelte sich der amtierende deutsche Meister …

… aus Wasserburg einen schnellen 7:14-Rückstand ein, konnte dann aber aufholen und das erste Viertel sogra noch mit einem Drei-Punkte-Vorsprung (17:14) abschließen.

In der Folge schien es standesgemäß weiterzugehen: Die Gäste bauten die Führung kontinuierlich aus und freuten sich schon über eine Elf-Punkte-Halbzeitführung. Doch drei Sekunden vor Schluss versenkte Hernes Ireti Amojo drei Freiwürfe unter anderem aus einem technischen Foul und setzte dann noch einen Dreier drauf – und schon war Herne auf 35:30 dran.

Scheinbar geschockt brauchte Wasserburg nach dem Seitenwechsel über vier Minuten um den ersten Korb zu erzielen. Doch da waren die Gastgeberinnen schon mit 41:35 in Front.

6a59879303„Herne hat ein tolles, kämpferisches Team“, zollte Wasserburgs Trainer Respekt: „Unter den erschwerten Bedingungen haben wir aber sehr gut verteidigt.“ Mit der Angriffsleistung seiner Spielerinnen war er allerdings überhaupt nicht zufrieden. Zu viele Fehler gemacht, unzählige leichte Würfe vergeben, und auch von der Dreierlinie lief es mit 20 Prozent Trefferquote erheblich schlechter als in den Spielen zuvor. Da rettete oft Anna ‚Anka‘ Jurcenkova (unser Foto) ihre Kolleginnen, die sich vier Offensiv-Rebounds pflückte, bis auf einen Wurf alle ihre Versuche sicher versenkte und insgesamt starke 15 Punkte erzielte.

Bis zum Ende des Spiels führte Herne meist, konnte sich aber nicht absetzen. Kurz vor dem Ende glichen die Innstädterinnen dann wieder einmal aus. Bei 13 Sekunden Restzeit hatte Herne die Chance, das Spiel zu entscheiden, verlor aber den Ball. 2,7 Sekunden noch auf der Uhr: Ballbesitz und Auszeit Wasserburg, Einwurf am eigenen Korb. Der Ball kommt zu Svenni Brunckhorst, die sich durchtankt und mit der Schlusssirene den Ball zum 67:65 versenkt.

„Es hätte heute so oder so ausgehen können. Am Ende hatten wir einfach ein bisschen mehr das Glück des Tüchtigen“, so Wernthaler: „Es freut mich enorm für Svenni, den Motor unseres Spiels. Das wird ihr viel Selbstbewusstsein für den EuroCup geben.“ Denn der internationale Wettbewerb beginnt für Wasserburg am Mittwoch mit der Partie gegen das ungarische Team aus Pecs (19:30 Uhr, Badria).

Es spielten: Anne Breitreiner (3 Punkte / 4 Rebounds), Svenni Brunckhorst (11 Punkte / 4 Rebounds), Emma Cannon (15 Punkte / 6 Rebounds), Anna Jurcenkova (15 Punkte / 7 Rebounds), Shey Peddy (7 Punkte / 5 Rebounds), Nicole Romeo (10 Punkte / 4 Steals), Tiina Sten (4 Punkte), Dani Vogel (2 Punkte) und Steffi Wagner.

05.11.14

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