Keime im Trinkwasser gefunden

Auch in Schechen: Bürger sollen abkochen - Chloreinsatz

image_pdfimage_print

Landkreis – Das ist wichtig für viele Pendler, Schüler und Studenten aus dem Altlandkreis: Am Montag haben die Stadtwerke in Proben aus dem Rosenheimer Trinkwassernetz Keime festgestellt. In der vergangenen Woche waren alle entnommenen Proben noch einwandfrei gewesen, heißt es. Als Vorsorgemaßnahme rät das Gesundheitsamt der Bevölkerung dringend, ihr Trinkwasser abzukochen. Neben der Stadt Rosenheim sind ebenso die Gemeinden Stephanskirchen, Schechen, Raubling und Rohrdorf betroffen, die Trinkwasser aus Rosenheim beziehen. Ab sofort wird das Wasser gechlort.

Auf Anordnung des städtischen Ordnungsamtes und des Gesundheitsamtes versetzen die Stadtwerke Rosenheim das Trinkwasser ab sofort mit Chlor. Das Abkochgebot gilt voraussichtlich bis kommenden Freitag, 14. Juni – bis die nötige Chlorkonzentration im gesamten Leitungsnetz erreicht worden ist. 

Der Raum Wasserburg und der Altlandkreis sind bisher nicht betroffen. Aber viele Pendler, die im Raum Rosenheim arbeiten, zur Schule gehen oder studieren. Die Untersuchungsergebnisse seien allerdings noch vorläufig, erklärt Dr. Götz Brühl, Geschäftsführer der Stadtwerke. Derzeit würden weitere Proben ausgewertet, um das Ergebnis zu überprüfen. „Aufgrund unserer engmaschigen Kontrollen haben wir die mögliche Belastung sofort festgestellt und Gegenmaßnahmen ergriffen“, sagt Brühl.

Mögliche Hochwasserschäden

Die Quelle der Verunreinigung wird nach Angaben der Stadtwerke derzeit noch untersucht. „Möglicherweise sind durch das Hochwasser Wasserleitungen beschädigt worden, die wir noch nicht untersuchen konnten“, so Brühl. „Unsere Brunnen sind aber aufgrund der aktivierten UV-Anlagen komplett keimfrei“, betont Brühl.

Die Stadtwerke bitten die Bürger, Trinkwasser sprudelnd abzukochen, sofern es für den Verzehr, das Spülen von Lebensmittelgefäßen oder die Wundreinigung verwendet wird. Die Stadtwerke werden die Öffentlichkeit umgehend informieren, wenn das Wasser wieder uneingeschränkt genutzt werden kann.

Großkarolinenfeld: Aufhebung des Abkochgebots

Das Landratsamt Rosenheim hat in Abstimmung mit dem staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim nach Vorliegen der aktuellen Messwerte die Aufhebung des Abkochgebots für das gesamte Vorsorgungsgebiet der Gemeinde Großkarolinenfeld angeordnet. Aufgrund der mittlerweile flächendeckenden Chlorung des Leitungsnetzes sei eine gesundheitliche Gefährdung durch die eingetretene Verkeimung nicht mehr gegeben. Das Wasser könne wieder wie gewohnt verwendet werden. Es wird allerdings noch für weitere Wochen gechlort werden müssen.

Für alle Verbraucher, die in den letzten Wochen kein Wasser entnommen haben, empfiehlt es sich, die Wasserleitungen in Ihrem Haus bzw. Ihrer Wohnung einmal zu spülen. Es ist ausreichend pro Wasserhahn ca. zehn Liter Wasser ablaufen zu lassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ein Gedanke zu „Keime im Trinkwasser gefunden

  1. Jeder sollte sich heute darüber im klaren sein, was er trinkt. Es ist erstaunlich wie viele Menschen sich auf die Aussagen der Politik verlassen. Fakt ist, dass die Mirkosiemenswerte für das Trinkwasser zuletzt im Jahr 2011 auf 2.790 Mikrosiemens angehoben wurden. Gemessen werden neben diesem Wert nur 32 Stoffe. Der Rest wird nicht gesucht und somit auch nicht gefunden: Medikamente, Pestizide, etc. Ich blogge über Wasser und ich empfehle jeden einem Wassertest. Warum im Blindflug herumirren, wenn man wissen kann es man jeden Tag trinkt. Tests kann man bei Verbaucherveränden durchführen lassen. Mehr dazu finden Sie auch auf meinem Blog. Auch einen Artikel über Mikrosiemenswerte.

    0

    0
    Antworten