Katastrophen-Alarm in Stadt und Landkreis

Feuerwehr Wasserburg an allen Brennpunkten im Einsatz

image_pdfimage_print

(kr) Hochwasser SonntagWasserburg/Rosenheim  – Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabrielle Bauer und der stellvertretende Landrat, Babenshams Bürgermeister Josef Huber haben den Katastrophenfall für die Stadt und den Landkreis Rosenheim erklärt. Die Leitung und Koordinierung sämtlicher Einsatzkräfte obliegt damit der gemeinsamen Führungsgruppe Katastrophenschutz, die im Landratsamt Rosenheim arbeitet. Fotos: KR

Pegel Wasserburg / Inn – 13.15 Uhr 5,84 Meter – Meldestufe 3!

 

An der Mangfall in Feldolling ist inzwischen die Meldestufe 4 überschritten. Es wird erwartet, dass der Pegel zumindest bis zum Abend weiter ansteigt. Mit einer Verzögerung von etwa drei Stunden wird der steigende Pegel in Rosenheim erwartet. In Schwaig wurde der Hochwasserdamm zwar für ein 100-jähriges Hochwasser ertüchtigt. Die Arbeiten liegen aber erst so kurze Zeit zurück, dass mehrere Hochleistungspumpen eingesetzt werden, um den Damm zu sichern. An der Prien hat die Feuerwehr die Lage unter Kontrolle, allerdings sind viele Keller überflutet worden. In Rosenheim, Kolbermoor, Bad Aibling, Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham werden die Bürgerinnen und Bürger mittels Lautsprecherdurchsagen auf die aktuelle Situation aufmerksam gemacht. In Rohrdorf wird die Füllung von Sandsäcken fortgesetzt. Die Einsatzkräfte hatten in der Nacht schon 8000 Sandsäcke gefüllt.

Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim rechnet auch für viele kleinere Gewässer mit Hochwasser. Ein Bürgertelefon wurde inzwischen eingerichtet. Es ist bei der Feuerwehr der Stadt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/365 8365 erreichbar. In der Führungsgruppe Katastrophenschutz arbeiten neben den Vertretern der Stadt und des Landkreises auch sämtliche Behörden wie Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, THW, Bergwacht, Landes- und Bundespolizei sowie der Feuerwehren mit.

In Wasserburg stand der Pegel um 13 Uhr auf 5,83 Meter. Damit sind Teile des Blaufelds bereits überflutet (5,40 Hochwassermarke). Ob die höchste Meldestufe vier (sechs Meter) erreicht wird, ist derzeit noch unklar. Beim letzten großen Hochwasser 2005 wurde ein Pegelstand von 7,19 Metern erreicht. Ab acht Metern ist übrigens in der Altstadt „Land unter“.

Der dringende Rat an alle Anlieger der betroffenen Gebiete, Schutzmaßnahmen zu treffen. Dazu gehören zum Beispiel: Keller räumen, gegebenenfalls Öltanks und Heizung sichern, gefährliche Stoffe und Chemikalien rechtzeitig auslagern, Absperrmöglichkeiten von Leitungen vorbereiten, Tiefgaragen und Parkplätze im Überschwemmungsgebiet räumen!

[nggallery id=47]

[nggallery id=48]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.