Jetzt auch Soyen: Trinkwasser abkochen!

Coliforme Bakterien nachgewiesen - Landratsamt erlässt Verordnung

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Im Trinkwassernetz der Gemeinde Soyen wurden – wie schon vergangene Woche in der Gemeinde Pfaffing und auch in Albaching (wir berichteten mehrmals ausführlich) – coliforme Bakterien nachgewiesen. Das Landratsamt Rosenheim ordnete daher an, den Versorgungsbereich der Wasserversorgung ab sofort mittels Chlor zu desinfizieren. Zudem sind die Bürger aufgefordert, ihr Trinkwasser abzukochen.

Am 21. August waren mehrere Proben genommen worden. In fünf von ihnen sowie in der Quelle Kirchreiter Feld wurden coliforme Bakterien festgestellt.

Wie sie ins Trinkwasser gelangen konnten, wollen der gemeindliche Wasserversorger sowie Vertreter von Wasserwirtschaftsamt und Gesundheitsamt im Rahmen einer Begehung feststellen.

Das Wasser muss abgekocht werden, bis im gesamten Netz mindestens 0,1 Milligramm pro Liter Chor nachgewiesen werden. Abkochen heißt, das Wasser muss sprudelnd aufgekocht und danach etwa zehn Minuten stehen gelassen werden, heißt es aus Soyen.

Notwendig ist das vorherige Abkochen, wenn das Wasser zum Trinken beziehungsweise zur Zubereitung von Getränken oder von Nahrung, zum Abwaschen von Salaten, Gemüse und Obst, zum Spülen von Gefäßen und Geräten in denen Lebensmittel zubereitet oder aufbewahrt werden, für medizinische Zwecke oder zum Herstellen von Eiswürfeln verwendet wird.

 

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8 Gedanken zu „Jetzt auch Soyen: Trinkwasser abkochen!

  1. Gehört da Koblberg a dazua?

    Anm. d. Redaktion:
    Wir wissen nur, dass die Wasserversorgung der Schlicht-Gruppe NICHT betroffen ist.
    Bitte bei der Gemeinde genau informieren unter der Rufnummer 08071/9169-13.

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    1. Gut das es in der Schlicht nicht die großen landwirtschaftlichen Flächen gibt, wo vor jedem Regenschauer Gülle aus geteilt wird. Da bleibt in diesem Teil der Gemeinde Soyen hoffentlich das Wasser (ein elementares kostbares Lebensmittel) sauber. Ob Gülle Bodennah oder weitläufig versprüht wird, ist doch egal, wenn es zu viel wird ist es für das Grundwasser nicht mehr erträglich. Wenn es Unwetter gibt und es schwer Regnet kommt so eine Verunreinigung immer öfter vor. Oder wo kommen diese Bakterien denn her?
      Wasser ist ein Allgemeingut, bewahren wir uns dieses wertvolle Gut.
      Margit

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      1. Berichtigender

        Wie schauts eigentlich in Wasserburg aus?
        Was in Soyen eigentlich auch ein Wasserrohrbruch „schuld“, wie es in Pfaffing angeblich ist?
        Den wahren Grund werden wir wohl nicht erfahren.

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        1. Hallo Berichtigender,
          ob Wasserrohrbruch oder andere Ursachen, wenn Fäkalien das Trinkwasser verunreinigen, muss nach geforscht werden.

          Dafür gibt es Behörden bzw. die Gemeinden. Ob die Ursache gefunden wird, ist eine andere Sache.

          Jeder Bürger und auch du kannst bei den Gemeinden die Laborwerte erfragen. Die Bürger zahlen ja auch für das Wasser und das wird in Zukunft mehr sein, denn die Aufbereitung des Wassers kostet. Somit sollten die Verursacher gefunden werden und zur Kasse gebeten werden.
          Und die ungenaue Auskunft über die Zeitung geht ja gar nicht. Die Behörden sollten zumindest melden, welche Entnahmestellen betroffen sind, Soyen oder Schlicht. Dann hätte Sabine aus Koblberg nicht beunruhigt nachfragen müssen.
          Margit

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          1. Berichtigender

            Vielen Dank für die Info Margit
            Ich denke ja, die Gemeinden wissen sehr gut, wer und was diese Verunreinigungen hervorruft.
            Ich denke auch, die Gemeinden müssen die Ursache nicht wirklich suchen.
            Siehe Diskussion im Artikel zu Pfaffing

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  2. Die bauern verteile ihre gülle im übermaß. Muss so etwas sein? Da sollte die politik mal einen riegel vorschieben.

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    1. Ich gehe davon aus, die Verursachung zu finden, ist schwierig.

      Es handelt sich hier um coliforme Keime, die in Fäkalien vorkommen. Auch die Nitratbelastung in unserem Trinkwasser kann irgendwann zum Problem werden, dann sollte doch bitte die unmäßige Gülleverteilung eingeschränkt werden.

      Landwirtschaft kann auch ökologischer betrieben werden. Umdenken.

      Noch eine Anmerkung, im Mittelalter waren es die Feinde, die Brunnen vergiftet haben, heute sind wir es selber, die das Wasser ungenießbar machen.
      Margit

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  3. Ich gehe davon aus, die Verursachung zu finden ist schwierig. Es handelt sich hier um coliforme Keime, die in Fäkalien vorkommen. Auch die Nitratbelastung in unserem Trinkwasser kann irgendwann zum Problem werden, dann sollte doch bitte die unmäsige Gülleverteilung eingeschränkt werden. Landwirtschaft kann auch ökologischer betrieben werden. Umdenken. Noch eine Anmerkung, im Mittelalter waren es die Feinde die Brunnen vergiftet haben, heute sind wir es selber die das Wasser ungeniesbar machen.
    Margit

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