Ist die Maschine der bessere Mensch?

Die Antworten geben die Künstler vom AK 68 ab Sonntag

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MenschDie Freunde der Kunst dürfen sich freuen: Am Sonntag, 8. Dezember, eröffnet der Arbeitskreis 68 seine Mitgliederausstellung 2013 in der Galerie im Ganserhaus. Die Vernissage beginnt um 15 Uhr. Die Jahresausstellung der Wasserburger Künstlergemeinschaft widmet sich heuer dem komplexen Beziehungsgeflecht zwischen „Mensch und Maschine“ und damit auch dem Technikglauben. Andreas Fischer hatte dazu die Idee und das Konzept entwickelt. Darin ging der Künstler unter anderem der spannenden Frage nach, ob der Mensch noch Macht über die Maschinen besitzt oder ob sich das Verhältnis allmählich umkehrt? 

Die Künstlerinnen und Künstler des Arbeitskreises 68 liefern dazu die Antworten in Form von Bildern, Plastiken, Skulpturen sowie Installationen oder auch Performances. Hinter dem Konzept stehen diese Fragen:

– macht die Maschine den besseren Menschen?

– macht die Maschine den Menschen besser?

– hat die Maschine die Macht über den Menschen?

– hat der Mensch die Macht über die Maschine?

– ist die Maschine der bessere Mensch?

– ist der Mensch die bessere Maschine?

– was macht die Maschine?

– was macht der Mensch?

– Maschine?

– Mensch?

– Macht?

Ihre Arbeiten nehmen Bezug auf den allmächtigen Technikglauben und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Denn ohne Maschinen scheint heute menschliches Leben kaum mehr vorstellbar. Dabei sind gerade im unreflektierten Umgang mit Maschinen und Technik Bedenken durchaus berechtigt. Nur allzu oft waren die Folgen für Mensch, Umwelt und Natur unvorhersehbar und negativ. Auch diese Sorgen werden künstlerisch zum Ausdruck gebracht.

Inspiration aus dem aktuellen Zeitgeschehen

Andreas Fischer, Jahrgang 1964, hat das Konzept für die Mitgliederausstellung 2013 entwickelt. Als diplomierter Ingenieur setzt er sich im Bereich Arbeitsschutz auch beruflich mit den sozialen Aspekten der Interaktion zwischen Menschen und Maschinen auseinander. Andreas Fischer lebt und arbeitet in Bad Aibling. Künstlerisch ist er seit über 30 Jahren tätig und am Wasserburger Skulpturenweg mit seiner Arbeit „Motor“ vertreten. Andreas Fischer schöpft die Motivation und Inspiration für seine technischen Skulpturen aus dem aktuellen Zeitgeschehen. Durch Verfremdung und Absurdität wirkt die Realität in seinen menschelnden Maschinen umso eindringlicher.

„Der Glaube an die Technik und der sich daraus ergebende Umgang

des Menschen mit der Natur, mit sich selbst und der Umgang der

Menschen untereinander ist in einem negativen Maße vorangeschritten,

so dass wir uns als Künstler herausgefordert fühlen sollten, unsere

Bedenken und Sorgen zum Ausdruck zu bringen.“

Vernissage: Sonntag, 8. Dezember, 15 Uhr, Galerie im Ganserhaus in Wasserburg.

Begrüßung: Dr. Markus Brezina, Erster Vorsitzender des AK 68

Einführung: Stefan Scherer, Ausstellungskurator

Ausstellungsdauer: 12. Dezember – 12. Januar 2014
geöffnet jeden Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

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