In Finnland neue Eindrücke gesammelt

Gymnasium Wasserburg beteiligt sich am Projekt „self-organized healthy sports“

Viele neue Eindrücke von finnischen Gepflogenheiten erhielten fünf Schülerinnen des Wasserburger Luitpold-Gymnasiums, als sie dieser Tage mit zwei Lehrkräften die Stadt Kuopio besuchten. Untergebracht waren sie und weitere internationale Gäste aus Litauen, Zypern und Spanien in Gastfamilien, so dass die Teilnehmer ganz in das dortige Leben eintauchen und einige nationale Besonderheiten kennenlernen konnten.

Vor allem die finnische Angewohnheit, immer und überall in die Sauna zu gehen, fand bei den deutschen Mädchen großen Anklang, insbesondere wenn die Abkühlung in einem frisch geschlagenen Eisloch im See erfolgte. Während die Schülerinnen des Luitpold-Gymnasiums gerne die recht auf Gesundheit bedachten Essensgewohnheiten übernahmen und alles probierten, verursachten bei den Teilnehmern aus dem Süden die für 11 Uhr angesetzten Mittagsmahlzeiten an der Schule Kopfschütteln. Auch die zweistelligen Minusgrade stießen bei den Zyprioten auf wenig Gegenliebe.

Möglich gemacht hat diese Fahrt das im September gestartete Erasmusprojekt, bei dem zwei Jahre lang unter deutscher Koordination verschiedene internationale Schulen Möglichkeiten finden und vergleichen wollen, wie Schüler eigenständig gesunde und vor allem sportlich aktive Freizeit gestalten können. Selbständiges Planen, Organisation von Equipment und die entsprechende praktische Umsetzung fand hier in Finnland bereits statt: Schüler des Projekts organisierten erfolgreich einen Wintersporttag für die ganze Schule, bei dem sich im Vorfeld alle Schüler zu bestimmten Aktionen eintragen mussten.

Neben klassischen Wintersportarten wie Langlauf, Eislauf oder Eishockey standen auch Eisfischen, Skulpturen-Bauen und weitere kleine Spiele im Schnee wie zum Beispiel „Frauen-Tragen“, eine Art Eisstockschießen an der Schule auf dem Programm. Ein weiteres Highlight war der Ausflug in den Wintersportort Tahko, wo die ausländischen Gäste staunend feststellen durften, dass ein kompletter Parkplatz auf einem zugefrorenen See lag. „Um eine Fahrstraße auf einem See sicher benutzen zu können, reichten zehn Zentimeter Eisdicke aus“, so die lakonische Antwort der finnischen Kollegen.

Nachdem die Schüler aller Nationen gleich zu Beginn ihre Schulen in ihrer Verschiedenheit vorgestellt hatten, bot sich im Laufe der Woche allen Teilnehmern die Gelegenheit, sich bei weiteren sportlichen Aktionen an der Schule wie zum Beispiel Volkstänze, Volleyball und Fußball besser kennenzulernen und zu kommunizieren. Auch wurde bei diesem Besuch ein farbenprächtiges Logo aus Spanien gewählt, das zukünftig das Projekt repräsentieren soll.

Als Fazit nehmen wohl alle Teilnehmer mit nach Hause, dass sportliche Aktivität gemeinsam umso mehr Spaß macht, Barrieren fallen und wohl bei dieser Fahrt bereits erste internationale Freundschaftsbande entstanden sind. AH

 

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