Impf-Kampagne zum Thema Masern

„Keine harmlose Kinderkrankheit": Am Mittwoch ein Experten-Gespräch

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Die Masern sollen ausgerottet werden – und doch kommt es immer wieder zu gehäuftem Ausbruch. Experten klagen über eine mangelnde Impfmoral. Denn Masern seien keine harmlose Kinderkrankheit. Auch in Bayern würden zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene an der gefährlichen Infektion erkranken. Deshalb beteilige sich auch das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim an der Impf-Kampagne des Bayerischen Staatsministeriums. Am kommenden Mittwoch findet ein Experten-Gespräch zum Thema Masern im Gesundheitsamt in Rosenheim statt.

Teilnehmen werden:

Dr. Fritz Ihler, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Rosenheim
Dr. Thomas Nowotny, Kinderarzt in Stephanskirchen
Otto Laub, Kinderarzt in Rosenheim
Elke Wanie, Vorstandmitglied der Bayerischen Apothekenkammer

Schwerpunkt der Impfwoche sei das Thema Masern.

Das Gesundheitsamt sagt:

„Auch aufgrund der in unserer Region überdurchschnittlich vorhandenen Vorbehalte gegen Impfungen soll deutlich gemacht werden, dass Masern keine harmlose Kinderkrankheit sind, sondern auch Erwachsene betreffen können. Auch ihnen würde eine Impfung helfen, wenn sie bisher gar nicht oder ungenügend geimpft wurden oder der Impfstatus unklar ist.

Eine Impfung schützt. Allerdings sind gerade Jugendliche und Erwachsene oft nicht ausreichend geimpft. Das Gesundheitsamt Rosenheim beteiligt sich daher an einer landesweiten Aufklärungskampagne des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zum Thema Masernimpfung.“

In der Woche vom 20. bis zum 24. Februar können die Bürger mit ihrem Impfbuch zur Überprüfung ihres Impfschutzes ins Gesundheitsamt kommen.

Das sieht auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml so: „Masern können gerade auch bei Erwachsenen einen sehr schweren Verlauf nehmen. In vielen Fällen ist sogar ein Krankenhaus-Aufenthalt nötig.“ Die Ministerin verweist zudem auf die möglichen gravierenden gesundheitlichen Spätfolgen. Ihr Rat lautet daher: „Wer geimpft ist, schützt sich und andere. Die Leiterin des Gesundheitsamtes Rosenheim ergänzt: „Impfungen zählen nach wie vor zu den wirksamsten Vorbeugemaßnahmen in der Medizin.“

Das Gesundheitsamt:

„Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollen dringend ihren Masernimpfschutz überprüfen lassen. Wer im Kindesalter nicht oder nur einmal geimpft wurde, sollte die Impfung nachholen. Das gleiche gilt bei unbekanntem Impfstatus. Eine Impfung verhindert auch die Verbreitung des Virus.

Das ist besonders wichtig für den Schutz von Säuglingen, die zu jung für die Impfung sind und schwere Komplikationen bei einer Masernerkrankung erleiden können. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder ab elf Monaten eine zweimalige Kombi-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln, bei früherem Kita-Besuch bereits ab neun Monaten.“

 

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