Im Notfall die 112 …

Johanniter klären auf - Am Samstag ist der „Europäische Tag des Notrufs"

Am kommenden Samstag ist der „Europäische Tag des Notrufs“. Ob Unfall oder medizinischer Notfall: Um schnellstmöglichst Hilfe zu rufen, wählt man die Notrufnummer 112. Diese Rufnummer ist die richtige für echte Notfälle. Treten hingegen nachts oder am Wochenende gesundheitliche Beschwerden auf, mit denen man sich gewöhnlich an den Hausarzt wendet, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigungen der richtige Ansprechpartner. Die Johanniter klären auf …

„Wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, muss in jedem Fall die 112 gewählt werden. Dazu gehören neben schweren Unfällen zum Beispiel Vergiftungserscheinungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kreislaufkollaps, schwere Atemnot oder starker Blutverlust“, erklärt Markus Haindl, Dienststellenleiter der Johanniter in Wasserburg.

Bei akuten medizinischen Notfällen wird in der Regel ein Rettungswagen losgeschickt, der mit professionellem Rettungsdienstpersonal besetzt ist. Leidet ein Patient zum Beispiel unter Atemnot oder starken Schmerzen oder ist er bewusstlos, wird in Deutschland durch die Rettungsleitstelle, die den Notruf entgegennimmt, automatisch ein Notarzt mitalarmiert.

„Die 112-Gespräche sind für den Anrufer immer kostenlos“, so Markus Haindl. „Selbst von Mobiltelefonen ohne Guthaben kann die Notrufnummer angewählt werden. Solange es sich tatsächlich um einen Notfall handelt, entstehen dem Anrufer auch keinerlei Kosten für den Einsatz, egal ob ein Rettungswagen, ein Notarzt oder gar ein Rettungshubschrauber zum Einsatzort ausrückt.“ Ausnahmen sind nur böswillige, absichtliche Fehlalarmierungen.

Die 112 ist jedoch nur für echte Notfälle da.

Patienten, deren Beschwerden zu dringend sind, um bis zur nächsten Sprechstunde des Hausarztes zu warten – allerdings nicht so dringend, dass die Benachrichtigung des Rettungsdienstes nötig wäre – behandelt der ärztliche Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigungen. Das gilt zum Beispiel bei einer starken Erkältung, einer Magen-Darm-Grippe, bei Schüttelfrost oder hohem Fieber. Überall in Deutschland sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln – auch nachts, an Feiertagen und Wochenenden.

Für den ärztlichen Bereitschaftsdienst gilt deutschlandweit eine einheitliche Rufnummer – die 116 117. Auch diese Nummer funktioniert ohne Vorwahl, ist kostenlos und kann vom Festnetzanschluss wie vom Mobiltelefon aus gewählt werden.

Um im Ernstfall zu unterscheiden, ob es sich um eine lebensbedrohliche Situation handelt oder nicht und um richtig helfen zu können, raten die Johanniter, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. „Im Zweifelsfall gilt jedoch: Lieber die 112 einmal zu oft wählen als einmal zu wenig“, resümiert Markus Haindl.

Infos zum Kursangebot der Johanniter in Wasserburg gibt es im Internet unter www.johanniter.de/erstehilfe oder telefonisch unter 08071 95566.

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