Im Fernbus klickten die Handschellen

Mitglied einer kriminellen Organisation von Bundespolizei verhaftet

Seit dem Jahr 2008 suchte die polnische Justiz einen untergetauchten Straftäter. Der Mann hatte als Mitglied einer kriminellen Vereinigung Schleusungen ukrainischer Staatsangehöriger nach Polen, Tschechien und Deutschland organisiert. Am gestrigen Dienstag fasste die Bundespolizei den 46-Jährigen an der Grenzkontrollstelle auf der A93 bei Kiefersfelden.

Die Bundespolizisten überprüften die Insassen eines Fernbusses. Mithilfe des Fahndungscomputers stellte sich heraus, dass gegen einen der Reisenden ein europäischer Haftbefehl vorlag. Der Pole ließ sich widerstandslos festnehmen. Laut vorliegendem Haftbefehl wurde der Festgenommene bereits 2005 von einem polnischen Gericht zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er Angehöriger einer kriminellen Schleuserorganisation war. Er hatte die Geschleusten zum Teil mit gefälschten polnischen Pässen ausgestattet.

Vor Verbüßung der Freiheitsstrafe war es dem Verurteilten gelungen, unterzutauchen. Nach vorliegenden Erkenntnissen hatte er sich nach Italien abgesetzt. Seine Reise nach Deutschland ist dem Gesuchten nun jedoch zum Verhängnis geworden. Die Bundespolizisten nahmen ihn fest und führten ihn am Rosenheimer Amtsgericht vor. Auf richterliche Anordnung hin wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er wird voraussichtlich schon bald den polnischen Behörden ausgeliefert.

 

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