Hunde-Verkäufer gestoppt

Polizeipräsidium: Illegalen Welpenhandel aufgedeckt - Tierschutzverein eingeschaltet

Im Fahrzeug saß auch ein American Staffordshire-Kampfhund – sein Import ist verboten: Wie das Polizeipräsidium am heutigen Sonntag meldet, geriet ein Kleintransporter mit ungarischer Zulassung in eine Kontrolle. Bei den beiden Männern handelte es sich um zwei ungarische Staatsangehörige, die nach eigenen Angaben auf dem Weg nach Belgien waren. Die Polizisten fanden im Fahrzeuginnern fünf Hundewelpen im Alter von etwa zwölf Wochen – vier Chihuahua und eine angeblich ‚französische Bulldogge-Labrador-Mischling‘ …

Der Fahrzeuglenker händigte für die Tiere europäische Heimtierausweise aus. Bei näherer Betrachtung konnte festgestellt werden, dass die Tollwutimpfungen der Tiere erst eine Woche zurückliegen. Nach der Binnenmarkt Tierseuchenschutzverordnung dürfen die Welpen erst im Alter von zwölf Wochen gegen Tollwut geimpft werden. Zudem muss nach der Impfung eine Wartezeit von 21 Tagen eingehalten werden, bis die Tiere importiert werden dürfen.
Aufgrunddessen wurde das Veterinäramt und der Tierschutzverein verständigt.
Bei einer tierärztlichen Untersuchung in der Tierklinik wurde festgestellt, dass es sich bei dem Mischlingswelpen tatsächlich um einen American Staffordshire Welpen handelt. Diese Rasse zählt in Deutschland zu den „gefährlichen Hunden“ (sogenannte Kampfhunde), der Import dieser Hunderasse nach Deutschland ist durch das Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz verboten.
Die Welpen kamen in Quarantäne, sagt die Polizei.
Die beiden Hundeverkäufer wurden wegen einer Ordnungswidrigkeit nach der BmTierSSchV sowie eines Vergehens nach dem HundeVerbEinfG angezeigt.

Foto: Archiv – fotolia

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