Hohe Trefferquote beschert hohen Sieg

Bundesliga: Wasserburg gewinnt in Nördlingen mit 97:64

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basketballEs klappt wieder mit den Treffern bei den Basketball-Damen vom TSV Wasserburg. In Nördlingen besiegten sie beim Bayern-Derby die Friendsfactory Baskets souverän mit 97:64 (50:36). Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche musste das Team von Bastian Wernthaler auswärts ran, diesmal aber nur 190 Kilometer entfernt von Wasserburg. Experten der Basketballszene hatten ein packendes Spiel erwartet. 

Wasserburg war zwar klar in der Favoritenrolle, Nördlingen hingegen befand sich zum neunten Spieltag in Nähe zum Tabellenkeller mit dem Rücken zur Wand.

Dem Titelverteidiger steckte eigentlich noch das letzte Eurocup-Spiel in den Knochen, doch davon bemerkten die zahlreichen mitgereisten Wasserburger Fans nichts. Sie erlebten ein Spiel ganz nach ihrem Geschmack.

Zunächst lief aber nicht alles nach dem Plan von Wasserburgs Coach Bastian Wernthaler. Zwar brachte Centerin Emma Cannon die Mannschaft erst einmal in Führung, doch ließen Lücken in der Defense immer wieder die Gastgeberinnen auf Tuchfühlung bleiben. Kurios: durch einen missglückten Defensive-Rebound von Cannon ging der Ball in den Wasserburger Korb, zwei Punkte, die der Kapitänin der Friendsfactory Baskets Juliane Höhne nach dem Reglement gutgeschrieben wurden. Diesen Lapsus machte die sympathische US-Amerikanerin im Laufe des Spiels aber wieder mehr als wett. Danach ging es für die Wasserburgerinnen erst mal holprig weiter, was den Trainer Bastian Wernthaler beim Stand von 9:8 aus Wasserburger Sicht bereits nach drei gespielten Minuten zur ersten Auszeit bewegte.

„Wir haben in der ersten Halbzeit sehr schlecht verteidigt“, fasst Coach Wernthaler diese Spielphase zusammen. „Da waren wir wirklich nicht konsequent. Wir haben das sehr deutlich angesprochen.“

Der Erfolg stellte sich ein. Es folgte ein 8:0-Run der Innstädterinnen, die bis zur siebten Minute die Distanz zum Gegner auf zwölf Punkte (20:8) ausdehnen konnten. Nördlingen aber zeigte sich kampfstark, präsentierte sich einsatzfreudig und Spielerinnen wie Morgan Henderson (18 Punkte) oder Vanessa House (10) fanden auch immer wieder die richtigen Lücken. Mit einem im Damenbasketball ungewöhnlich hohen Punktestand (28:19) endete das erste Viertel zugunsten des deutschen Meisters.

Die zweiten zehn Minuten waren das Viertel der Anne Breitreiner. Allein zwölf Punkte gingen in diesem Spielabschnitt auf ihr Konto, verglichen mit den Trefferquoten der letzten Spiele ein Traumergebnis für die 29-Jährige. „Anne kommt wieder, das war klar“, freut sich Wernthaler. „Sie ist ein Shooter. Da muss man ihr vertrauen und das mache ich. Wir haben uns insgesamt sehr gut in der Offensive bewegt und deswegen hatten wir gute erfolgreiche Wurfoptionen.“

Nach der Halbzeitpause gelang es dann dem TSV sich souverän von den Gastgeberinnen abzusetzen. Schön anzusehende, schnelle Kombinationen von Emma Cannon und Anne Breitreiner trugen zunehmend zur Entspannung des Wasserburger Trainers bei. Was Breitreiner im zweiten Viertel vorgemacht hatte, wiederholte Cannon nun im dritten Spielabschnitt der mit 73:47 endete.

Im letzten Viertel stellte sich nur noch die Frage, ob Wasserburg die 100-Punkte-Marke knacken würde oder nicht. Wernthaler schickte noch alle jungen Spielerinnen von der Bank ins Feld und Miriam Zeller bedankte sich prompt mit einem erfolgreichen Dreier was die 30-Punkte-Führung für den TSV bedeutete.

Die Friendsfactory rutschen mit dieser Niederlage nun um einen Tabellenplatz auf Rang elf zurück. Der TSV Wasserburg verteidigt weiterhin mit vier Punkten Vorsprung die Tabellenspitze vor den punktgleichen SV Halle Lions und den ChamCats Chemnitz.

Bereits am Mittwoch muss die Mannschaft in der heimischen Badriahalle wieder aufs Parkett. Dann folgt die nächste FIBA Eurocup-Begegnung gegen die LottoYoungCats aus Belgien.

Es spielten Emma Cannon (26 Punkte), Anne Breitreiner (16), Melissa Jeltema (13), Tiina Sten (11), Rebecca Thoresen (10),Stephanie Wagner (8), Stina Barnert (6), Miriam Zeller (3), Svenja Brunckhorst (2), Martina Dover (2), Lena Kaup und Lena Aß.

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