Hofstatt dicht: Nicht wegen des Christkindlmarktes!

Politischer Infostand und Gegenveranstaltung sorgen für viel Ärger in der Altstadt

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Große Verwunderung beim Einzelhandel und bei den Besuchern in Wasserburg: Zur besten Einkaufs- und Christkindlmarktzeit musste Wasserburgs Polizei heute die Hofstatt und damit die Durchfahrt durch die halbe Altstadt sperren. Grund war der Infostand einer politischen Partei, die dann auch noch eine kleinere Gegenveranstaltung zur Folge hatte. Menschen standen mitten auf der Straße und sangen vor dem Stand Weihnachtslieder. Keinerlei Verständnis für die ganze Aktion hat der Wirtschafts-Förderungs-Verband. Moritz Hasselt, Vorsitzender:

„Keine Ahnung, warum so etwas an einem der wichtigsten Einkaufstage im Jahr genehmigt wird. Eigentlich haben wir Marktrecht. Wir wurden aber einfach übergangen. Durch den Infostand und die Gegenveranstaltung entsteht uns stundenlang massiver Schaden.“ Die Polizei könne nicht anders handeln. „Ist doch klar, dass da gesperrt werden muss, wenn die Leute mitten auf der Straße stehen.“ Auch gegen den politischen Infostand hätte die Polizei keine Handhabe. „Der war ja von der Stadt genehmigt. Wir fragen uns aber, was eine politische Veranstaltung überhaupt auf unserem Christkindlmarkt zu suchen hat.“

Hasselt und Vorstandsmitglieder des WFV hatten zuvor auch mit den Veranstaltern des Infostandes Kontakt aufgenommen – ohne Erfolg. „Wir lassen uns aus Wasserburg nicht vertreiben“, so die Organisatoren des Infostandes.

Der Infostand wird gegen 14 Uhr abgebaut, die Hofstatt wieder für den Verkehr freigegeben.

 

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16 Gedanken zu „Hofstatt dicht: Nicht wegen des Christkindlmarktes!

  1. Die Durchfahrt durch die Hofstatt für Autos zu sperren, finde ich überhaupt eine gute Idee!

    Gerade während des Christkindlmarktes, wo viele Fußgänger, auch mit kleinen Kindern unterwegs sind.

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    1. Ich war beim Einkaufen auf dem Markt. Gemüse, Obst und hab auch noch einen Glühwein getrunken.
      Ich konnte keine Beeinträchtigung feststellen und auch Leute, mit denen ich gesprochen habe, empfanden das nicht als Einschränkung.

      Im Gegenteil, ich fand es von den Veranstaltern des Infostandes sogar sehr schön, so viele junge Leute zu motivieren, für die Veranstalter des Infostandes Weihnachtslieder zu singen.
      Ich fand, das passte sehr gut zu meinem Glühwein und zum Christkindlmarkt.
      Wie meine Vorschreiberin schon sagte, fand ich die Sperrung eher gut.
      Liebe Grüße
      Carola

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      1. Ich dachte, Sie wollten Wasserburg meiden, weil Sie sich wegen der vielen Ausländer in Wasserburg nicht mehr sicher fühlen …

        Auch Ihre Freunde und Bekannten meiden Wasserburg, wie Sie in in einem Ihrer Kommentare geschrieben haben.

        Hat die Ankündigung der Nazis aus Kolbermoor, die Wasserburger Nicht-AfD-Sympathisanten „aufzumischen“ Sie letztendlich doch in die Stadt gelockt?

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      2. Übrigens: Respekt Frau Sommer, Sie können außer plump-rassistisch auch subtil ironisch sein.

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      3. Birgit Michaelis

        Hallo Frau Sommer
        Sie scheinen die Einzige zu sein, die nicht bemerkt hat, dass dies ein Singen gegen rechts war …

        wir haben Lieder von den berühmtesten Asylsuchenden der Welt und vom berühmtesten Migrantenkind gesungen!

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        1. Frau Michaelis,
          die Einzige?
          Also es haben sehr viele Leute die mit mir gesprochen haben den Eindruck gehabt, dass die FÜR den Infostand singen.
          Da haben die Sänger dann wohl etwas verwirrendes projeziert. Tut mir leid, wenn ich da etwas falsches hineininterpretiert habe.
          Liebe Grüße
          Carola

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          1. Siehe oben. Leider sind Frau Sommer jetzt auch Fehler in der Rechtschreibung passiert. Nervös? Schuldgefühle wegen des postfaktischen Geschreibes?

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      4. Löwe Wasserburg

        Netter Versuch von Ihnen Frau Sommer, das heutige Weihnachtsliedersingen in der Hofstatt für die AfD zu vereinnahmen. Wegen frühern Kommentaren von Ihnen zur damaligen Staudhammer AfD-Veranstaltung nehme ich Ihnen nicht ab, dass Sie nicht bemerkt haben, wer hier wirklich sang. Trotzdem sehe ich es als sehr positiv an, dass über alle Grenzen hinweg Weihnachtslieder gesungen wurden.

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    2. Genau so ist es – von mir aus für immer sperren – das hat doch nichts mit Fußgängerzone zu tun!

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      1. Wieso Sperrung wegen des Infostandes? Aufgrund des Christkindlmarktes wird die Hofstatt doch sowieso im Laufe des Tages gesperrt. Mich stört vielmehr, dass durch völlig idotisch parkende Besucher die Durchfahrt kaum mehr möglich ist.

        Infostand einer politischen Partei hin oder her. Und wer hier eine komplette Sperrung wünscht, der kann mir demnächst gerne meine Einkäufe, wie zum Beispiel auch die Wasserkästen, in mein Haus liefern.

        Obwohl ich ein absoluter Verfechter der Meinungsfreiheit bin (siehe Grundgesetz) denke ich, dass politische Infostände in unmittelbarer Nähe des Weihnachtsmarktes nichts verloren haben.

        Vielleicht denkt man in Zukunft vorher darüber nach, ob solche Stände zugelassen werden. Im Übrigen möchte ich anmerken, dass das Verkehrsschild eine verkehrsberuhigte Zone, aber keine Fußgängerzone ausweist. Hier hat jeder auf jeden Rücksicht zu nehmen!

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  2. Die Gruppe Sänger hat keineswegs FÜR die Veranstalter des Infostandes dieser menschenverachtenden Partei gesungen!

    Man hat sich halt zufällig getroffen und spontan dazu entschlossen, als Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit ein paar Weihnachtslieder zu singen.

    Dass dies auf einem Christkindlmarkt von dessen Veranstalter als störend empfunden werden könnte, hatte man leider nicht bedacht.

    Es ist allerdings nicht richtig, dass wegen auf der Straße stehender Leute die Hofstatt gesperrt wurde.

    Zunächst wurde neben dem Käsestand gesungen (gemeint ist der nahrhafte Käse, nicht der politische), erst als die Polizei die Hofstatt gesperrt hatte, hat man sich mehr in die Sonne und damit zur Straßenmitte bewegt.

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  3. Seltsam, dass genau die, die unentwegt Toleranz erwarten und fordern, selber alles andere als tolerant sind.

    Da kann man mal sehen, was auf uns zukäme, wenn die Linken wirklich was zu sagen hätten.

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    1. Seltsam ist, dass sie wohl Demokratie nicht verstehen. Demokratie bedeutet auch, dass wenn man die politischen Inhalte einer Partei, in diesem Fall die der AfD, nicht für gut befindet, dass man sich auch dagegen und somit für etwas anderes positionieren darf. Und wenn dies in Form eines gemeinsamen Singens sein soll, dann singt man gemeinsam. So einfach ist das. Mit Toleranz also, hat das erstmal überhaupt nichts zu tun, mit einer Opferrolle derer die sich geschlagen fühlen dann schon mehr. Bezeichnend für die AfD bleibt auch, dass sie wohl als einzige Partei in der Stadt Polizeischutz benötigt, dass gibt es sonst nie und das ist schon durchaus seltsam.

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    2. Wie kommen Sie auf „Linke“? Jeder „normal“ Denkende sollte gegen Nazis sein! Soll man die Ihrer Meinung nach tolerieren?

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  4. Die Hofstatt für den Durchgangsverkehr zu sperren halte ich -unabhängig von Demos – für sehr vernünftig. Im Sommer sind es die musikalischen Samstage, in den Lokalen sitzende Gäste , Leute, die einkaufen oder einfach nur durch die Stadt bummeln, die durch den Verkehr (sogar in beide Richtungen) permanent gestört und teilweise auch in gefährliche Situationen gebracht werden. Die Hofstatt ist nach der Beschilderung eine verkehrsberuhigte Zone , in der z.B. auch nicht geparkt werden dürfte. Es interessiert die Autofahrer aber nicht und scheinbar auch niemand sonst. Solange die Altstadt für Autos so anziehend gemacht wird, braucht man sich über 15.500 Autos, die täglich über die Brücke in die Altstadt fahren oder rauskommen, nicht wundern.

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  5. Ergänzung zu meinem Kommentar:
    Natürlich müssen alle Anwohner eine Durchfahrt-Sondergenehmigung erhalten, das wird in anderen Städten auch so gehändelt.

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