Hoch „Reinhold“ holt die Eisheiligen

Nachts wird es nochmal richtig kalt

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wetterWer kennt sie nicht – die Eisheiligen. Kalendarisch sind die heutzutage zwischen dem 11. und 15. Mai vorzufinden und heißen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. Aufgrund einer Änderung im Kalender vor einigen hundert Jahren, wären sie eigentlich erst 10 Tage später dran. Wie dem auch sei: die Eisheiligen bezeichnen einen Zeitraum im Mai, in dem es noch mal zu Nachtfrösten kommen kann. Und genau solche verspäteten Nachtfröste stehen am Sonntag- und Montagmorgen auf dem Programm, weiß unser Wetterexperte.

Schuld daran ist das Hoch Reinhold, das sich ab Freitag etwas ungünstig über Westeuropa positioniert. Zwar bringt uns Reinhold am Samstag und Sonntag wieder vermehr Sonnenschein, aber so richtig warm wie zuletzt will es zunächst nicht werden. Das liegt an Reinholds Lage. Das Hoch sorgt für Nord- bis Nordostwind und damit wird kalt Luft aus Nordeuropa zu uns gebracht. Am Tag bleiben die Höchstwerte trotz Sonnenschein unter 20 Grad und in den klaren Nächten kann es dann verbreitet Bodenfrost, ja stellenweise sogar Luftfrost geben!

Aufgrund der fortgeschrittenen Vegetation kann das nun sehr gefährlich werden. Die Natur ist dieses Jahr ihrer Zeit um gut 4 bis 6 Wochen voraus.

Eine Redewendung in Bezug auf die Eisheiligen heißt beispielsweise: Pflanze nie vor der kalten Sophie. Also: erst den Zeitraum der Eisheiligen abwarten und erst Ende Mai die empfindlichen Blümchen im Garten pflanzen. Für Obst- und Gemüsebauern, aber auch für Winzer könnten das noch mal zwei kritische Nächte werden, denn der Frost kann erheblichen Schaden an den Pflanzen und Weinreben anrichten.

 

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Hoch Reinhold bringt aus Nordosten kalte Luft nach Deutschland und sorgt für Nachtfrostgefahr, www.wetter.net

 

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