Herzallerliebst, was willst du mehr?

Beseelte Musikalität: Da Pixner Herbert in Haag, mehr sogn ma ned - Oder doch ...

Tosenden Applaus gibt es ja öfter mal bei den vielen, guten Veranstaltungen im Altlandkreis – aber langanhaltende Standing Ovations dann doch nicht ganz so oft: Herbert Pixner, das musikalische Multi-Talent, ließ seine Zuhörer – nein, seine Fangemeinde – auf Einladung der Trachtenblaskapelle Ramsau im Haager Bürgersaal geradezu atemlos zurück. So viel beseelte Musikalität – so viel Spielfreude und Charme, Tempo und Traum, Begeisterung und Berührung –  mehr als zwei Stunden ‚finest handcrafted music from Südtirol‘. Herzallerliebst, was willst du mehr …

Fotos: Renate Drax

Sie lächeln …

Egal, welches Instrument – Gefühl pur.

Unverwechselbar, famos – die Superlativen können einem da schon mal ausgehen im Wortschatz: Herbert Pixner (er spielt die Diatonische Harmonika, Klarinette, Trompete, Flügelhorn, Saxophon, handmade Percussion) gelingt es immer wieder aufs Neue, zusammen mit seinen kongenialen Bandmitgliedern zu faszinieren. Seine Schwester Heidi Pixner stets verzaubernd an der Tiroler Volksharfe, Manuel Randi, der begnadete Gitarrist und Werner Unterlercher, das Talent am Kontrabass. Dazwischen die launige Moderation des Meraners Pixner.

Lange zuvor schon hatte die Blaskapelle Ramsau diesen Coup gelandet – eigentlich zum letztjährigen Jubiläum, aber der April 2017, der ist auch gut! Für einen Konzertabend – unvergesslich für alle, die dabei waren im voll besetzten Saal. Allerbest umrahmt von kulinarischen Südtirol-Hochgenüssen, charmant präsentiert von den fleißigen Mitgliedern des Veranstalters. Und im Vorfeld ummalt musikalisch von dem ‚Weil’s uns gfreid‘-Quartett mit:

Brigitte Huber, Angelika Eberl, Erich Kipfelsberger und Karin Tiefenbeck (unser Foto).

Als im Jahre 1992 eine Partnerschaft mit dem Südtiroler Verein der Musikkapelle Walten entstand, da spielte der Herbert in Selbiger mit. Lang ist’s her und der Pixner erinnerte sich auf der Bühne daran. Umso lieber kam er zu den Ramsauern nach Haag.

 

Begeisterung vom ersten Ton an – die spürte jeder.

Sie leben Musik: Eine wunderbare Mischung aus traditioneller, spieltechnisch bestens aufpolierter Folklore wie der Almerisch Landlerische, Rockiges wie die Dirty Kathi, verträumte Weltmusik von der Alm (Morgenrot), Gipsy-Jazz alias Gernstls Quattro und noch so viel mehr Temporeiches – bis hin zu der träumenden Nightingale! Das alles hatte das Pixner-Projekt im Gepäck.

Jeder der Protagonisten durfte auch immer wieder mit Soli begeistern. Im gemeinsamen Spiel wiederum versteht man sich blind, spürt man die Spielfreude, eine Eleganz und Harmonie, eine Lust an Fantasie und der Improvisation und den lächelnd zugeworfenen, musikalischen Bällen.

Klar, dass nach einer Zugabe noch nicht Schluss war, auch nicht nach zwei oder drei Zugaben … und mit dem Lieblingsliadl ‚Herzallerliebst‘ der krönende Abschluss. Wie gesagt, Haager Standing Ovations!

Das Pixner-Projekt, live und in Farbe – danke, Trachtenblaskapelle Ramsau – es war ein Erlebnis. Mehr sogn ma jetzt aber wirkle nimmer!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.