Herbsttrend: Mit Sonne in den September

Die Vorhersage von Diplom-Meteorologe Dominik Jung für die kommenden Tage

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„Der Sommer ist bei weitem noch nicht vorbei. In den kommenden Tagen bis Monatsende sind sogar wieder Temperaturen von knapp über 30 Grad möglich, also weitere Hitzetage und der Klimatrend für die Monate September, Oktober und November vom US-Wetterdienst NOAA sieht auch recht angenehm aus, zumindest wenn man freundliches und trockenes Herbstwetter mag“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Nachfolgend der deutschlandweite Wettertrend bis zum 1. September:

Donnerstag (20. August): 20 bis 28 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, in der Mitte kurze Schauer möglich

Freitag: 22 bis 29 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Samstag: 23 bis 28 Grad, freundlich mit viel Sonne

Sonntag: 23 bis 30 Grad, zunächst viel Sonne, später im Westen Wolken mit einzelnen Gewittern

Montag: 20 bis 33 Grad, im Tagesverlauf ziehen von West nach Ost Wolken durch, sie bringen zeitweise Schauer oder Regen

Dienstag: 22 bis 29 Grad, mal Sonne, mal Wolken, meist trocken

Mittwoch: 24 bis 31 Grad, freundlich und trocken

Donnerstag: 25 bis 35 Grad, meist sonnig und trocken

Freitag: 27 bis 35 Grad, viel Sonne, ein paar Quellwolken und weitgehend trocken, nachmittags lokal mal ein Hitzegewitter möglich

Samstag: 27 bis 35 Grad, erst sonnig und heiß, später aus Westen Gewitter, teilweise auch Unwetter

Sonntag: 22 bis 33 Grad, Sonne, Wolken, einzelne Schauer und Gewitter

Montag: 25 bis 31 Grad, mal Sonne, mal Wolken, später einzelne Schauer und Gewitter

Dienstag (1. September): 24 bis 34 Grad, schwül-warm, zeitweise Sonne, dazwischen Schauer und Gewitter

WIE SIEHT DER KLIMATREND FÜR DEN HERBST AUS?

„Der Trend bei den Temperaturen bis zum 1.September, dem meteorologischen Herbstanfang, ist eindrucksvoll. Täglich gibt es Spitzenwerte die bei knapp 30 Grad, teilweise sogar bei bis zu 35 Grad im Schatten liegen. Der Sommer geht also in die Verlängerung. Zwar erwarten wir keine extreme Hitzespitzen mehr, aber aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit ist das auch kein Wunder. Allerdings: Wer braucht schon Temperaturen über 35 Grad? Für Sommerliebhaber gibt es somit einen Nachschlag, für alle immer noch von der Dürre geplagten Menschen dürften diese Aussichten ein Graus sein. Hier und da gibt es zwar mal Schauer und Gewitter, flächiger und ergiebiger Landregen ist aber nicht in Sicht“, so Wetterexperte Jung.

Mit hochsommerlichen Werten geht es dann auch sehr wahrscheinlich in den September. Laut US-Wetterdienst NOAA könnte dieser Monat trockener und wärmer als normal ausfallen. Die Hoffnungen auf einen freundlichen Altweibersommer sind also durchaus berechtigt.

Im Oktober sieht der US-Wetterdienst NOAA für Europa und Deutschland einen ebenfalls leicht zu warmen Monat. In Sachen Niederschläge soll er recht ausgeglichen, lokal aber wiederum zu trocken ausfallen.

Erst der November könnte in etlichen Landesteilen mehr Regen als im langjährigen Mittel bringen und für Entspannung in Sachen Trockenheit sorgen.

„Das ist wie gesagt nur ein Klimatrend und keine echte Wettervorhersage. Niemand sollte danach seinen Urlaub oder sonst etwas planen. Im März 2015 hatte der US-Wetterdienst einen leicht zu nassen August angekündigt. Davon konnte beispielsweise in der ersten Monatshälfte gar keine Rede sein. Nun hat es jedoch in den vergangenen 72 Stunden so viel geregnet, dass der August sehr wahrscheinlich deutschlandweit tatsächlich leicht zu nass ausfallen könnte“, so Jung.

 

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Ein Gedanke zu „Herbsttrend: Mit Sonne in den September

  1. Nach den letzten beiden Nichtwintern hatte ich eigentlich die Hoffnung, dass der kommende Winter 2015/16 mal wieder ein richtiger Winter mit Schnee und strengem Frost werden könnte, aber wenn ich diese Herbstprognose sehe, kann man das vergessen.
    Warum? Ganz einfach. Der September ist einer der wichtigsten Monate, der Aufschluss bringt, wie der kommende Winter wird. Nach dieser Prognose sieht es wohl nach einem sehr warmen und trockenem September aus und eine der wohl treffsichersten Wetterregeln sagt es: Ist der September lind, wird der Winter ein Kind.

    Laut Statistik folgt im wahrsten Sinne auf einen warmen September zu 80 % auch ein viel zu milder Winter. Beträgt die Abweichung im September 3 Grad und mehr, so trifft die Regel schon zu fast 100% zu …

    Ich hoffe daher, dass diese Prognose nicht zutrifft und zumindest der September kühl wird und endlich auch mal verbreitet Regen bringt. Der Oktober kann dann wieder warm und trocken werden, das wäre sogar gut, weil auf einen solchen zu 80% ein kalter Winter folgt.

    Ausnahme ist, wenn der September vorher auch schon deutlich zu warm war. Dann heben sich beide Regeln in etwa auf, wobei in dem Falle wiederum die Wahrscheinlichkeit für einen warmen Winter etwas höher ist.
    Übrigens, wer diese Dauersonne, Dauerwärme und viel zu trockene Witterung nicht mag, kann auf 2016 hoffen. Statistiken zeigen, dass auf ein Dürrejahr oft ein sehr nasses Jahr folgt, vor allem bei Dùrrejahren, in denen der Sommer sehr heiß war. Häufig werden dann in den Folgejahren gerade die Sommer überdurchschnittlich kühl und regenreich. Aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

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