Riesenjubel – wird der Traum wahr?

Badria-Halle kochte fast über: Unsere Mädls siegen 76:52 !

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BasketWird der Traum wahr? Nahezu ungefährdet haben unsere Mädls um Coach Bastian Wernthaler den ersten Sieg im Playoff-Finale der Basketball-Bundesliga am Freitagabend in der heimischen Badriahalle eingefahren. Vor über 1000 Besuchern setzte der Titelverteidiger ein Ausrufezeichen und verschaffte sich somit die beste Ausgangsposition für die kommenden Spiele. „Ich wusste, dass wenn wir gut verteidigen, sie Probleme haben werden, unsere Offense zu stoppen“, fasst Coach Wernthaler den Spielverlauf zusammen. Und in der Tat lag der Schlüssel zum Erfolg abermals in einer starken Defense-Leistung des Wasserburger Teams …

Doch das war nicht gleich zu Beginn der Begegnung der Fall. Denn bis in die 14. Spielminute standen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber. Oberhausen schnappte sich auch das eine ums andere Mal die von Wasserburg erkämpfte Führung. Einem Wasserburger Vorsprung nach dem ersten Viertel (20:17) folgten erfolgreiche Abschlüsse Oberhausens (26:27, 14. Minute), bevor der Wasserburger Trainer die Reißleine zog: Timeout Wasserburg.

„Wir haben auf Zonenverteidigung umgestellt. Das hat gewirkt. Anschließend haben wir den Druck erhöht, indem wir wieder auf die Mann-Mann-Verteidigung gewechselt haben“, erklärt Wernthaler die Taktik-Änderung. Ein knappes Statement für eine schon in der ersten Hälfte des Spiels entscheidende Wendung. Denn was dann folgte, war die Wasserburger Rakete, die die Badriahalle zum Kochen brachte. Oberhausen brachte keinen Fuß mehr so richtig aufs Parkett, geschweige denn den Ball durch die Reuse und Wasserburg lieferte über die Halbzeitpause hinweg einen 15:0-Run, der das notwendige Polster zum Gegner herstellte.

Maßgeblich trugen in dieser Phase Treffer von Melissa Jeltema und Emma Cannon dazu bei. Wasserburgs Damen bauten in den folgenden Minuten ihren Vorsprung unablässig aus. Zwei von Tiina Sten zu Beginn des letzten Viertels verwandelte Freiwürfe schafften kurzfristig eine Führung von über dreißig Punkten (67:36, 32. Minute). Die New Baskets kämpften aber unablässig weiter. Starke Einzelleistungen, vor allem der Oberhausener Spielerin Valerie Nainima (18 Punkte), konnten den Wasserburger Vorsprung zwar immer wieder etwas verringern, waren aber nicht mehr spielentscheidend. Letztlich ließ die Wasserburger Defense auch nicht wesentlich mehr zu.

In den letzten drei Minuten nahm Wernthaler dann drei seiner Stammspielerinnen vom Parkett, brachte den Nachwuchs in dieses Finalspiel und verschaffte Lena Kaup, Lena Aß und Miriam Zeller wertvolle Bundesliga-Minuten.

Oberhausen war zu dieser Begegnung nur mit einem Kader von sieben Spielerinnen angereist. Einen Grund für die physische, technische und psychische Überlegenheit seines Teams sieht Bastian Wernthaler darin aber nicht. „Wir haben heute auch fast ausschließlich eine Siebener-Rotation gespielt, das macht nicht so viel aus. Was entscheidender ist, ist die Halle. Die Fans machten heute wieder eine fantastische Stimmung. Das trägt die Mannschaft.“ Und gleichzeitig spielt er aber auch wieder auf die Verteidigungsleistung in der ersten viertel Stunde des Spiels an. „Wenn wir in Oberhausen nicht richtig verteidigen, dann wird die Halle dort laut werden und dann wird das nicht einfach für uns.“

Den Grundstein für den Traum von der Titelverteidigung und somit vom Double 2014 haben Wasserburgs Damen nun erfolgreich gelegt. In der Best-of-five-Serie fehlen jetzt nur mehr zwei Siege. Sollte Wasserburg am Sonntag in Oberhausen die Willy-Jürissen-Halle als Sieger verlassen, so geht es bereits am Mittwoch, 7. Mai, um 19 Uhr, in der heimischen Badriahalle um den Titel. Wir dürfen gespannt sein.

Es spielten: Emma Cannon (25 Punkte), Melissa Jeltema (13), Tiina Sten (11), Anne Breitreiner (9), Svenja Brunckhorst (7), Steffi Wagner (5), Stina Barnert (4), Martina Dover (2), Lena Aß, Lena Kaup und Miriam Zeller.mjv

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