Halbfinale: Die Spiele werden härter …

Wasserburg gibt die zweite Partie an den Herner TC mit 73:83 ab

image_pdfimage_print

basketballWas vor allem bei den Wasserburger Fans keiner so richtig wahr haben wollte, ist gestern abend eingetreten. Im Playoff-Halbfinale gegen die Basketballdamen vom Herner TC gibt es am Sonntag ein entscheidendes drittes Spiel. Im Auswärtsspiel verlor der TSV Wasserburg die zweite Halbfinal-Partie gegen eine äußerst konsequent agierende Herner Mannschaft überraschend mit 73:83 …

Für den Herner Trainer Marek Piotrowski dürfte es wohl das schönste Geburtstagsgeschenk des gestrigen Tages gewesen sein. Für den Wasserburger Coach Bastian Wernthaler und sein Team bedeutet das aber, dass es nun mit dem Einzug ins Finale wesentlich enger wird, als man sich das gewünscht hat. Letzten Endes waren es nicht nur starke Einzelleistungen auf der Seite der Gastgeberinnen, sondern auch die schlechtere Trefferquote von Wasserburgs Damen, die den Auswärtssieg nicht zuließen.

Man merkt, dass es nun in dieser Endphase um den Titel wirklich um alles geht. Die Spiele werden härter und somit werden auch Überraschungen möglich. Dass Wasserburg in diesem zweiten Halbfinal-Playoff den Punkt abgeben musste, damit hatten die Gastgeberinnen selbst wohl am wenigsten gerechnet. Letzten Endes führte zehn Punkte Differenz zum 1:1 in diesem Halbfinal-Playoff.

Obwohl von den Spielanteilen recht ausgeglichen, ließ der erste Spielabschnitt schon vermuten, dass es hier für den TSV Wasserburg eine ganz harte Nummer werden würde. Kein Vergleich zum Hinspiel in der heimischen Badriahalle. Für Herne, weil mit dem Rücken zur Wand, ging es hier um alles oder nichts. Die Gastgeberinnen agierten aggressiv in der Offense, was ihnen nach sechs Minuten schon die erste Führung bescherte. Weitere Treffer von deren Centerin Teya Wright sorgten für eine Herner Führung mit einem Spielstand von 8:15 aus Wasserburger Sicht. Grund genug für Bastian Wernthaler die erste Auszeit zu nehmen. Danach revanchierte sich der Titelverteidiger mit sechs Punkte von Steffi Wagner und weitere Treffer von Emma Cannon und Anne Breitreiner führten zum Ausgleich zum Ende des ersten Viertels (23:23).

Wasserburg fand dann besser in den zweiten Spielabschnitt und führte daraufhin bis in die 15. Spielminute (29:27), bevor die Wende eintrat. Genau die starken Einzelleistungen, die Coach Wernthaler im Vorfeld schon befürchtet hatte, führten zur Herner Führung. Teya Wright punktete bis zur Halbzeitpause 17-fach. Henna Salomaa brachte 14 Punkte auf die Anzeigetafel. Wasserburgs in den letzten Spielen sonst so sichere Defense wackelte. Mit einem 14:2-Run für Herne befanden sich Wasserburgs Damen plötzlich in der Rolle des Verfolgers. Mit einem Minus von 11 Punkten ging es in die Kabine (39:50).

Auch nach der Halbzeitpause waren es die Gastgeberinnen, die den Ton angaben. Binnen drei Minuten brachten Treffer von Emina Karic und Katharina Flasarovo eine 20-Punkte Führung für den Herner TC (39:59). Und die Damen vom Inn liefen weiter hinterher. Erst im letzten Viertel ließen Treffer von Svenja Brunckhorst, Emma Cannon und Tiina Sten die Führung der Gäste zusammenschmelzen ( 72:62, 34. Minute). Doch dass die Zeit diesmal zu Ungunsten der Wasserburgerinnen ablief, daran konnten die nun bessere Trefferquote, der Wille das Spiel doch noch zu wenden und eine herausragende Leistung von Anne Breitreiner nichts mehr ändern.

Für die Begegnung am Sonntag ab 16 Uhr wird es für Bastian Wernthaler und seine Spielerinnen mit Sicherheit noch einigen Diskussionsbedarf geben. Für die Fans gibt es aber dafür in der heimischen Badriahalle die Möglichkeit, ihre Mannschaft tatkräftig zu unterstützen und sie lautstark ins Finale zu tragen. Für die Begegnung gibt es noch Karten, entweder direkt am Einlass oder per Reservierung über die Homepage www.basketball-wasserburg.de/tickets. MJV

Es spielten: Anne Breitreiner (24 Punkte), Emma Cannon (16), Melissa Jeltema (8), Stephanie Wagner (8), Svenja Brunckhorst (7), Tiina Sten (5), Stina Barnert (5) und Martina Dover.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.