Händels „Messiah“ in Wasserburg

Konzert des Bach-Chores zur Weihnachtszeit und zum Jahresausklang

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messiah_a5-neu-4Wer kennt nicht das große „Halleluja“ aus dem „Messiah“ von Georg Friedrich Händel? In Amerika und in vielen asiatischen Ländern ist es genau so bekannt wie in Europa. Der ursprünglich aus Halle stammende, später in England beheimatete Komponist, hatte sich nach einer schweren beruflichen und gesundheitlichen Krise dem Oratorium zugewandt. Als er 1741 von C. Jennens einige Bibelstellen aus dem Alten Testament zugeschickt bekam, beflügelten sie den Musiker derart, dass er das Werk in nur 24 Tagen komponierte. Im folgenden Jahr wurde das Werk mit großem Erfolg in Dublin uraufgeführt. Am 30. Dezember ist es in Wasserburg zu hören.

Das Oratorium hat keine Handlung im engeren Sinn – man erfährt wenig Konkretes über Jesu Leben, Wirken und Sterben wie im Neuen Testament niedergeschrieben. Der Text will zeigen, dass Jesus der „Messias“ im Sinne der Voraussagen der Propheten ist. Darin wird der Weg des Erlösers beschrieben: von seiner Ankündigung, seiner Geburt, seinem Sterben und Auferstehen bis hin zu seiner Wiederkunft. Als roter Faden zieht sich die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen hindurch, derer sich der „Messias“ (übersetzt „der Gesalbte“) insbesondere als der gute Hirte mit seiner erlösenden Fürsorglichkeit annimmt.

In der Musik des „Messiah“ drückt Händel große Gefühle, wie Trauer, Verzweiflung, Hoffnung und Jubel aus, eingebunden in ein Wechselspiel von Solisten und Chor, der typischerweise für das Oratorium eine zentrale Rolle einnimmt.

Händel hatte es sich zum Vorsatz gemacht, den Erlös der Aufführungen für wohltätige Zwecke zu spenden: Er verstand dieses Oratorium als Opfergabe und Anruf. Einem Bewunderer seiner Musik, der die Schönheit des Werkes rühmte, entgegnete Händel: „My Lord, ich würde bedauern, wenn es meine Zuhörer nur unterhalten würde, ich wünschte, sie besser zu machen.“

Um 19.30 Uhr am Freitag, 30.Dezember, erklingt das wundervolle Werk im Wasserburger Rathaussaal.

Die Mitwirkenden sind: Priska Eser, Sopran, Kerstin Rosenfeldt, Alt, Marcus Ullmann, Tenor, Ralph Sigling, Bass, begleitet vom Bach-Collegium Wasserburg.

Es singt der Wasserburger Bach-Chor unter der Leitung von Angelica Heder-Loosli.

Karten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Herzog, Wasserburg, Telefon 08071/4714, bei allen Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg, online auf www.sparkasse-wasserburg.de (ticketservice) oder unter der Ticket-Hotline 08071/101-129, sowie an der Abendkasse.

Da der Vorverkauf schon gut anläuft, ist es sicher sinnvoll, die Kartenwünsche möglichst bald abzugeben, entweder bei mir oder direkt bei Martina Schabert: karten@wasserburger-bach-chor.de.

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