Hackedicht oder was?

Eisi Gulp und die andere Art einer Suchtprävention - Viele Besucher im Gymnasium

image_pdfimage_print

Mit geradezu erbarmungsloser, schauspielerischer Brillanz seinem Publikum die Sucht vor Augen führen – das ist seine Spezialität: Das, was das Saufen, Rauchen, Kiffen aus einem Menschen machen können. Das Lachen blieb allen immer wieder dabei im Halse stecken, als Eisi Gulp mit seiner Show „Hackedicht oder was?” am Gymnasium in Wasserburg zu Gast war – auf Einladung des Elternbeirates. Lachen und zum Nachdenken anregen – das will der beliebte Schauspieler mit dieser anderen Art einer Suchtprävention …

Sucht kommt nicht nur von Drogen, sondern von
betäubten Träumen – verdrängten Sehnsüchten
– verschluckten Tränen – erfrorenen Gefühlen!

Sebastian Weger vom Elternbeirat des Wasserburger Gymnasiums begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher – Jung und Alt – und freute sich über das große Interesse an diesem Abend mit einem, der gesehen und gefühlt hat, wo die Höhen und Abgründe des Lebens versteckt sind: Eisi Gulp, der 61-Jährige, betritt die Bühne. Nein, er betanzt sie – die ersten paar Minuten rockt sich der Kabarettist die Seele aus dem Leib. Ohne Worte.

Überhaupt sind gerade auch seine ‚gespielten Szenen‘ besonders nachhaltig für das Publikum: In „Hackedicht“ immitiert der ausgebildete Tänzer viele unterschiedlichste Charaktere auf geniale Art und Weise … Immer wieder auch suchte er das Gespräch mit den Besuchern in der wasserburger Gymnasiums-Aula – mit Groß und Klein.

Es gelingt ihm auch mit seinen Worten, nicht mit erhobenem Zeigefinger auf die Gefahren der Drogen und Süchte hinzuweisen, sondern vielmehr einen spitzfindigen Rundumschlag auszuteilen, der sitzt.

Sebastian Weger hatte im Namen des Elternbeirates des Gymnasiums das Publikum als Veranstalter gemeinsam mit Schulleiter Peter Rink begrüßt.

Zur Einsicht in den selbstzerstörerischen Widersinn der Süchte – egal ob rauchen oder trinken – will er nicht zwingen, aber eindrucksvoll hinführen. Er legt seine Hand in die Wunden – und vor allem klagt er die seltsame Doppelmoral unserer Gesellschaft an.

Viel Applaus von einem lachenden und nachdenkenden Publikum in Wasserburg.

Fotos: Renate Drax

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.