„Hab da grad meinem Sohn in Soyen zugeschaut“

Christian Haas ab heute spontan Ramerbergs neuer Coach - Unser Gespräch

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19Reitberg/Ramerberg – Nein, das ist jetzt nicht der neue Trainer vom SV Ramerberg – aber es ist der Sohn vom neuen Trainer: Georg Haas, der Wasserburger Torwart, freut sich, dass sich sein Vater Christian am heutigen Montag dazu bereit erklärt hat, den SV Ramerberg spontan zu übernehmen als Coach in der Kreisklasse (wir berichteten). Gestern noch stand der 50-jährige Christian Haas auf dem Sportplatz in Soyen, wie dieser am Abend gegenüber der Wasserburger Stimme erzählt, um seinem Sohn beim Derby der Soyener gegen den TSV Wasserburg zuzuschauen – und auch seinen Neffen Domi und Matthias Haas. Da erfuhr er, dass Jesse Kleiner …

… nach der Heimniederlage gegen Babensham sein Amt als Trainer plötzlich niedergelegt hatte. Haas, der zwölf Jahre lang Jugendteams bei 1860 Rosenheim bis in die Bayernliga trainiert hat – meist die U13 und wie zuletzt im Jahr 2012/2013 auch die U15 – hatte erst vor wenigen Wochen mit dem Training für die Ramerberger E-Jugend begonnen. „Weil da auch ein Neffe von mir dabei ist“, sagt der in Reitberg bei Ramerberg wohnende Haas und weiß, dass die Burschen halt nun leider zurückstecken müssen und sich wieder an jemand Neues gewöhnen müssen. Das tue ihm schon sehr leid.

Aber es sei halt gestern nach dem Derby in Ramerberg eine nicht geplante Entscheidung von Jesse Kleiner gefallen, die alle doch sehr überrascht habe. Und nur deshalb habe er sich heute mit der Abteilungsführung des SV Ramerberg zusammengesetzt und zugesagt. Es sei ja schwierig für einen Verein, mitten in der Saison spontan auf einen Trainer zugreifen zu können.

Mit Jesse Kleiner habe er selbst noch nicht gesprochen, aber er schätze ihn und seine Arbeit sehr – als sehr leidenschaftlichen und engagierten Trainer. Auch das Team kenne er eigentlich gar nicht. Er hatte sich ja jetzt erst einmal auf die Youngsters von der E-Jugend konzentriert. Übermorgen am Mittwoch werde er dem Team beim ersten gemeinsamen Training vorgestellt. Das oberste Ziel sei natürlich klar: der Klassenerhalt. Und außerdem müsse nach drei Niederlagen auch das Selbstvertrauen der Spieler wieder aufgebaut werden. In 14 Tagen hofft Christian Haas auf den noch verletzten Ramerberger Spielmacher und Torjäger Jojo Graf zurückgreifen zu können.

Foto: Renate Drax

Siehe auch unseren heutigen Bericht:

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