Guad ganga: Friedliches Echelon …

Bilanz der Polizei nach dem Festival - Dank an Rettungsdienst, Feuerwehr, Sicherheitsdienst

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Die Erleichterung ist den Verantwortlichen der Polizei anzusehen: Annähernd 20.000 Besucher aus ganz Deutschland und Europa – und auch viele aus dem Altlandkreis – feierten an diesem Wochenende friedlich auf dem Echelon Open Air Bad Aibling. Selbst die unwetterbedingte Unterbrechung konnte die gute Stimmung nicht trüben. „Mein Dank gilt allen eingesetzten Kräften von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Sicherheitsdienst für den engagierten Einsatz vor allem während der gestrigen Unwetterlage“, so Polizeivizepräsident Harald Pickert am heutigen Sonntag.

Das koordinierte Vorgehen der Sicherheitskräfte habe dafür gesorgt, dass letztendlich die Nacht auf Samstag trotz der leider elf Verletzten (wir berichteten) noch glimpflich zu Ende gegangen sei …

Auf dem Foto oben (von links): Leitender Kriminaldirektor Dr. Walter Buggisch, Polizeioberrätin Angelika Deiml, Polizeivizepräsident Harald Pickert, Polizeipräsident Robert Kopp.

Bereits im Vorfeld hatte sich das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gemeinsam mit dem Landratsamt Rosenheim, der Stadt Bad Aibling, Feuerwehr, Rettungsdienst, aber auch dem Veranstalter daran gemacht, das bestehende Sicherheitskonzept zu prüfen und zu aktualisieren. Beispielsweise konnten aufgrund dieser professionellen Vorbereitung die Festivalbesucher schnellstmöglich in der Fliegerhalle Schutz vor dem Unwetter suchen.

„Ein an aktuelle Erfordernisse angepasstes Sicherheitskonzept mit umfassenden Kontrollen ist unumgänglich, dies haben leider auch die Ereignisse in jüngster Zeit gezeigt. Ich bedanke mich in dem Zusammenhang insbesondere für das Verständnis seitens der Besucher. Die auch in diesem Jahr wieder reibungslos funktionierende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden bekräftigt unser oberstes, gemeinsames Bestreben ein friedliches und sicheres Festival für die zahlreichen Besucher zu gewährleisten. Dies zeigte sich zuletzt bei der unwetterbedingten Räumung des Festivalgeländes.“, so Polizeipräsident Robert Kopp.

Dieser hatte sich am Samstag zusammen mit Polizeivizepräsident und Leiter des Sachgebietes Einsatz im Polizeipräsidium, Harald Pickert, vor Ort von der professionellen Arbeit der eingesetzten Beamten überzeugt. Gemeinsam mit den erfahrenen und langjährigen Einsatzleitern vor Ort, dem Leitenden Kriminaldirektor Dr. Walter Buggisch und Polizeioberrätin Angelika Deiml besichtigten sie den Führungsraum in der Polizeiinspektion Bad Aibling, aber auch das Festivalgelände vor der eindrucksvollen Kulisse der Radome im Alpenvorland.

Nach der sturmbedingt unterbrochenen Warm-Up Veranstaltung am Freitag-Abend zog es insbesondere am gestrigen Samstag die Elektro- und House- Musikfans ins ländliche Bad Aibling.

Die weitreichenden Verkehrsmaßnahmen zeigten hier ihre Wirkung, da der Besucherstrom auf diesem Wege weitestgehend reibungslos auf das Festivalgelände gelangte. Lediglich am frühen Samstagnachmittag kam es zu vereinzelten Stauungen, die jedoch durch lenkendes Intervenieren der Verkehrsposten gelöst werden konnten.

Um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gewährleisten zu können, war die Polizei auch heuer wieder sowohl auf dem Veranstaltungsgelände, als auch im Umfeld mit starken verdeckten und uniformierten Kräften präsent.

Insgesamt wurden rund 160 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Der überwiegende Anteil entfiel auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hierbei vor allem auf den Besitz von Rauschmitteln wie Marihuana, Exctasy und Amphetamin, die vorrangig in kleineren Mengen zum Eigenverbrauch mitgeführt wurden.

Erfreulich ist die Vernunft der Fahrzeugführer in Bezug auf die Einhaltung der Fahrtüchtigkeit, hier konnten die eingesetzten Beamten trotz Verkehrskontrollmaßnahmen keinerlei Verstöße durch Alkohol- oder Drogenkonsum feststellen.

Weniger erfreulich war jedoch die Überwachung des so genannten Geschwindigkeitstrichters am Freitagnachmittag auf der Staatstraße 2089. Hierbei mussten von rund 2000 erfassten Fahrzeugen gleich mal ein Viertel (!) – nämlich 484 Kfz- Führer – beanstandet werden. Der traurige Spitzenreiter fuhr 83 km/h bei erlaubten 30 km/h.

 

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