Grünes Licht für Klinikbau in Wasserburg

Rosenheimer Kreistag billigt europaweites Vergabeverfahren

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Kreistag Wasserburg 3Wasserburg – Der Landkreis Rosenheim will einen gemeinsamen Klinikneubau der RoMed Klinik Wasserburg mit dem Inn-Salzach-Klinikum des Bezirkes Oberbayern am Standort Gabersee (wir berichteten) auf Förderfähigkeit durch den Freistaat prüfen lassen. Der Kreistag stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig einem europaweiten Vergabeverfahren zu.

Um die Förderfähigkeit beim Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit klären zu können, muss eine Vorentwurfsplanung und eine Kostenschätzung erstellt werden. Die dazu notwendigen Architekten, Fachplaner und Projektsteuerer sollen durch dieses europaweite Vergabeverfahren nach der Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen ermittelt werden. Nach Fertigstellung müssen Vorentwurfsplanung und Kostenschätzung dem Kreistag vorgelegt werden. Dieser entscheidet dann, ob beim Bayerischen Gesundheitsministerium ein Antrag gestellt wird mit dem Ziel, in ein Jahreskrankenhausbauprogramm aufgenommen zu werden.

Das Ministerium hatte in der Vergangenheit bereits nachdrücklich darauf hingewiesen, dass eine zeitnahe Förderung für einen Neubau der RoMed Klinik Wasserburg nur in Kooperation mit dem Inn-Salzach-Klinikum zu erwarten sei.

Sollte es dazu kommen, hofft Landrat Josef Neiderhell, möglichst viele Synergieeffekte nutzen zu können. Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer des Inn-Salzach-Klinikums, Dr. Theodor Danzl: Synergien und Kooperationen werden die Zukunft im Gesundheitssystem sein. Danzl erinnerte daran, dass beide Seiten seit Jahrzehnten intensiv zusammenarbeiten. Täglich werden Patienten hin und her gefahren und obwohl beide Einrichtungen nicht weit auseinanderliegen, müssen kostspielige Einrichtungen wie im Röntgenbereich zwei Mal vorgehalten werden. Der Geschäftsführer des Inn-Salzach-Klinikums bedankte sich für das eindeutige Abstimmungsergebnis: Wir freuen uns auf die Kooperation. Landrat Neiderhell bezeichnete es als eine Pflicht, die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum optimal zu gestalten.

2010 hatte die Geschäftsführung der RoMed Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim im Auftrag des Aufsichtsrats mögliche Sanierungsmaßnahmen für die Klinik in Wasserburg prüfen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass eine Neubaulösung gegenüber einer möglichen Sanierung der bestehenden Klinik die wirtschaftlichere Alternative darstellt. Aus diesem Grund wurde ein Neubau am derzeitigen Klinikstandort geprüft. Laut Gesundheitsministerium ist der möglich. Allerdings kam hier der deutliche Hinweis, dass man eine Kooperation mit demn Inn-Salzach-Kliniken bevorzugen würde.

Ein Ideenwettbewerb, dem der Kreisausschuss im Februar zustimmte, zeigte, dass ein Miteinander beider Kliniken am Standort Gabersee möglich ist. 35 Arbeiten waren eingereicht worden. Das Preisgericht hatte die Preisträger in seiner Sitzung am 25. Juni ermittelt (wir berichteten).

Foto: Am möglichen zukünftigen Standort eines gemeinsamen Klinikneubaus der RoMed Klinik Wasserburg und des Inn-Salzach-Klinikums informierte der Geschäftsführer des Inn-Salzach-Klinikums Dr. Theodor Danzl (Bildmitte) die Kreisräte über die denkbaren baulichen Ausmaße des Projekts.

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