Grundstücks-Preise zogen heftig an

Einer der höchsten Bodenrichtwerte für die Wasserburger Altstadt ermittelt

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Rund 2.700 Mal wechselten im vergangenen Jahr Immobilien und Grundstücke den Eigentümer im Landkreis. Einer der höchsten Bodenrichtwerte wurde für die Wasserburger Altstadt ermittelt sowie für Bad Aibling und Kolbermoor und für die Landkreis-Gemeinden Aschau, Neubeuern, Stephanskirchen, Feldkirchen-Westerham, Bruckmühl, Prien und die bevorzugten Lagen in den übrigen Chiemsee-Gemeinden. Die Werte für erschlossenes Wohnbauland liegen dort in einigen Bereichen bei deutlich über 500 Euro pro Quadratmeter.

Aus der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses für den Landkreis Rosenheim lässt sich ablesen, dass dabei ein Umsatz von etwa 807 Millionen Euro erzielt wurde. 2015 waren es 737 Millionen Euro, heißt es heute aus dem Landratsamt.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Grundstücken, der attraktiven Lage des Landkreises Rosenheim und der guten wirtschaftlichen Gesamtsituation mit niedrigsten Zinsen stellte der Gutachterausschuss Preissteigerungen bis 60 Prozent bei Wohnbaugrundstücken, etwa 10 Prozent bei Gewerbebauflächen und durchschnittlich 20 Prozent bei Landwirtschaftsflächen fest.

Die vom Gutachterausschuss zum 31. Dezember 2016 ermittelten Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Grundstückswerte für eine Mehrheit von Grundstücken innerhalb eines abgegrenzten Gebietes.

Sie wurden aufgrund der ausgewerteten Verkaufspreisdaten der vergangenen zwei Jahre fortgeschrieben.

Bodenrichtwerte dienen der Transparenz auf dem Grundstücksmarkt und sind Grundlage für zahlreiche steuerliche und privatwirtschaftliche Bewertungen und Entscheidungen.

Die aktuellen Bodenrichtwertkarten für den gesamten Landkreis Rosenheim können gegen eine Gebühr von 150 Euro bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erworben werden. Er ist schriftlich unter Landratsamt Rosenheim, Wittelsbacher Str. 53, 83026 Rosenheim oder per E-Mail unter gutachterausschuss@lra-rosenheim.de zu erreichen.

Auf ein konkretes Grundstück bezogene Auskünfte zum Bodenrichtwert bietet die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses nur schriftlich und gegen eine Mindestgebühr von 20 Euro an. Die Karten mit den örtlichen Bodenrichtwerten liegen derzeit in den Gemeindeverwaltungen für einen Monat öffentlich aus. Auch können sie auf der Internetseite www.landkreis-rosenheim.de eingesehen werden.

 

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6 Gedanken zu „Grundstücks-Preise zogen heftig an

  1. Xylometazolinhydrochlorid

    Das kann ich nur bestätigen, als junge Familie, insbesondere mit Kindern gibt es keinerlei Möglichkeiten Bauland oder ein Eigenheim zu adäquaten Preisen zu erwerben! Nur leider scheint sich die Politik, im Kleinen und Großen nicht ansatzweise dafür zu interessieren.

    Die Leute, die Steuern zahlen, künftige Rentenzahler gebären und sich ehrenamtlich für ihre Gemeinde engagieren, die haben das Nachsehen.

    Aber es ist für die Kommunen natürlich auch lukrativer, ihre Liegenschaften an Asylbewerber zu vergeben oder lediglich Erbpachtverträge zu schließen, bei denen sie während der Laufzeit von 66 Jahren satte 420.000 Euro Erbpachtzins kassieren.

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    1. Was hat denn das schon wieder mit Asylbewerbern zu tun? Ich möchte jedenfalls nicht in Containern wohnen. Eine Immobilienfinanzierung hat ja in der Regel zwei Bestandteile: Den Kaufpreis (Grund/Haus) und die Finanzierung. Ersteres ist momentan teuer, letzteres billig. Wenn man beides zusammen betrachtet (wichtig: Zinssatz der Finanzierung über 20 Jahre oder mehr fixieren und die nedrigen Zinskosten für eine hohe Tilgung nutzen, damit es bei irgendwann bei wieder hohen Zinsen kein böses Erwachen gibt, diese Absicherung ist gar nicht so teuer), dann relativiert sich das im Vergleich zu vergangenen Zeiten hoher Zinsen. Aber das Problem ist eher auf der Angebotsseite, es wird anscheinend nicht genug Bauland ausgewiesen und die Baufirmen sind total ausgelastet und dementsprechend teuer, aber dafür können die Asylbewerber nichts.

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    2. Alt Wasserburger

      Genau, die Kommunen reißen sich ja förmlich um jeden Asylbewerber (Ironie).
      Unglaublich, was manche Menschen für einen Schmarrn konstruieren …
      Wenn du eine AFD oder CSU wählst, werden die Preise für Wohnraum oder Baugrund jedenfalls nicht fallen, so viel ist sicher!

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  2. Wir (Familie mit 2 Kindern) suchen auch schon seit langem etwas Eigenes. Ich verstehe nicht, warum es hierfür keine Förderungen gibt.

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    1. Wir waren vor Jahren auch eine Familie mit Kindern und suchten händeringend nach einer erschwinglichen Wohnung ,was uns nicht gelang schließlich erwarben wir ein kleines Eigenheim ganz ohne Förderung. Wir mussten alles selber beschaffen . Damals bekam man vom Staat keine müde Mark. Wir mussten dafür hart arbeiten , heute warten alle auf Förderung . Warum eigentlich???
      Krempelt die Ärmel hoch und los geht’s,allerdings heißt das auch auf manches verzichten. Ich bezweifle stark ,ob das heute auch möglich ist. In der Relation war alles genauso teuer wie heute.

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  3. Josef Filser

    …nun in Wasserburg wird doch gerade ein Sahnestückchen frei -„Feinkost Burkhardt“.
    Teuerste Lage, wie man heute lesen kann.
    Aber die Stadt sollt doch auch da das Vorkaufsrecht haben oder..?

    Stadtentwickler, also auf gehts, Altstadtbahnhof, Parkplätze ooooder,
    Wohnungsbau

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