Gleich vier Oberbayerische Meister

Wasserburgs Leichtathleten räumten ab - Noch neun weitere Stockerl-Plätze

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Das war ganz nach dem Geschmack der Wasserburger Leichtathletik-Trainer: Vier Meisterschaften in unterschiedlichen Leistungsklassen als Oberbayerns Beste! Die erst 13-jährige Klara Huber unterstrich wieder einmal ihre Ausnahmestellung im Weitsprung der W14. Mit unglaublichen 27 Zentimetern Unterschied gewann sie souverän den Meistertitel bei den Juniorinnen. Mit 4,92 Metern gelang ihr der weiteste Satz. Bei der W15 sorgte Ramona Forstner im Stabhochsprung (unser Foto) für einen weiteren Meistertitel für Wasserburg …

In ihrer Paradedisziplin reichten Ramona starke 2,60 Meter für den Titelgewinn.

 

Die jungen Herren standen ihren weiblichen Teamkolleginnen in nichts nach.

Jonas Lambacher, ausgestattet mit den väterlichen Leichtathletik-Genen von Papa Norbert, entwickelt sich allmählich zu einem Wurfspezialisten, sehr zur Freude von Alttrainer Alfred Schuhbeck, der immer wieder glänzende Augen bekommt, wenn ein neuer Werfer „geboren“ wird. Souverän katapultierte Jonas die Vier-Kilo-Kugel auf stolze 10,48 Meter und sicherte sich mit diesem Gewaltstoß die Oberbayerische Meisterschaft.

 

Richtig stolz kann auch Leo Neuhoff sein. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 3,80 Meter (dazu noch bei der U20, obwohl er eigentlich U18 ist) gewann der 16-jährige Reitmehringer den Stabhochsprung-Wettbewerb in dieser Altersklasse.

Schneller Anlauf, kräftiger Absprung, lange Flugphase, saubere Lattenüberquerung, sichere Landung – so einfach kann Stabhochsprung sein, wenn alle Komponenten zusammenpassen.

Leo jedenfalls hat in München alles richtig gemacht und darf sich zu Recht Oberbayerischer Meister U20 im Stabhochsprung 2017 nennen.

Am folgenden Wochenende wartet die zweite Chance auf ihn, diesmal in seiner regulären Altersklasse. Vielleicht kann er sich dann seinen Traum vom ersten Vier-Meter-Sprung erfüllen …

 

Startberechtigt war Leo ebenfalls im 110m Hürdensprint. Hier konnte er zwar seine persönliche Bestleistung auf 17,70s steigern, die allerdings reichte „nur“ für den undankbaren vierten Platz. Wahrscheinlich sind die Hürden für den Stabhochsprungfreak nicht hoch genug …

 

Nur ganz knapp am Meistertitel vorbei liefen die Wettkämpfe von Kilian Drisga im Kugelstoß M14 und Jonas Lambacher im Diskus M15. Aber Beide dürfen sich Vizemeister nennen!

 

Auch Kilian hat seine ersten Kugelstoßversuche einst bei Urgestein Alfred Schubeck absolviert, der schon immer ein Gespür für außerordentliche Wurftalente hatte. Mit 11,49m musste sich der 13-jährige Gymnasiast nur dem späteren Sieger Dominik Idzan geschlagen geben. Knapp das Stockerl verpasst hat er darüber hinaus im Diskus, wo die Scheibe bei 35,18m landete.

 

Jonas Lambacher – das war doch der .. richtig! Bereits Meister im Kugelstoß wurde er mit dem Gewinn des Vizemeistertitels im Diskus M15 erfolgreichster Wasserburger Athlet der Meisterschaft. Wie ein Ufo schwebte die Diskusscheibe über den Wurfsektor und landete bei 25,47m.

Damit nicht genug: Gemeinsam mit den Teamkollegen Daniel Schwab, Malcolm Dannhauer und Lukas Falk eroberten sie in der 4x 100m Staffel in 50,61s den dritten Platz. Sieger hier die Staffel der Stadtwerke München in 48,12s.

 

Die dritten Plätze hatten an diesem Wochenende die Geschwister Neugebauer abonniert.

 

Zuerst legte die große Schwester Laura im Hochsprung U20 vor. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 1,55m sprang sie auf den Bronzerang, bevor der „kleine“ Bruder Lukas bei der M14 alles abräumte, was mit Werfen zu tun hatte. Ob Speer, (32,67m) Diskus oder Kugel (11,22m) – vor Lukas ist kein Wurfgeschoß sicher. Besonders stolz ist er auf die 38,17m im Diskus, wo er mit neuer persönlicher Bestleistung den Vereinskameraden Kilian um 3m auf den vierten Platz verdrängen konnte.

Übrigens, Schwester Laura kann auch Kugel. Sie belegte mit 9,44m den vierten Platz in ihrer Konkurrenz. Scheint doch in der Familie zu liegen …

 

Dass Wasserburg einen starken Wurfjahrgang hat, unterstrich auch Victoria Wimmer, die beim Kugelstoß der W15 Athletinnen ebenfalls den Bronzerang (8,91m) behauptete. Knapp am Stockerl vorbei hieß es auch für sie im Diskuswurf, wo sie mit 21,73m einen guten vierten Platz belegte.

 

In der Riege der Bronze-Ränge ist, last but not least, Lukas Falk zu nennen. Nach dem dritten Platz im Staffellauf blieb ihm der kräftezehrende 300m Hürdenlauf. Dreihundert Meter Dauersprint sind schon aller Ehren wert. Diese noch mit Hindernissen zu bewältigen, eine ganz besonders ambitionierte Aufgabe, die Lukas souverän in 45,56s bewältigte und sich mit der Bronzemedaille belohnte.

 

Bei der M14 waren zudem Malcolm Dannhauer und Daniel Schwab am Start. Beide absolvierten einen guten Wettkampf und konnten sich in ihren Disziplinen auf den vorderen Rängen positionieren. Daniel (80m Hürden 13,03s.: 7. Platz, Weit 4,91m: 4. Platz), Malcolm (100m Sprint 13,16s).

Einen guten Einstieg in ihren ersten Wettkampf feierte M14 Athletin Anja Eggerl im Weitsprung mit 4,40m (7. Platz) und Kugel 7,00m (8. Platz).

 

Seine wohl letzte Wettkampfsaison läutet dagegen Jonathan Neuhoff ein, der Wettkämpfe und Studium nur noch schwer verknüpfen kann. Vielleicht überzeugt ihn ja seine neue persönliche Bestleistung von 23,71s im 200m Sprint doch nicht aufzuhören und sein Talent noch eine Weile auszubauen.

 

„Ein tolles Wochenende für den TSV Wasserburg“ der Abteilung Leichtathletik – so waren sich die begleitenden Trainer Willi, Michi und Flo einig.

cp

 

 

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