Gesundheitsbewusst kochen

Monatliches Treffen der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs in Rosenheim

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Bei den monatlichen Treffen der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs am RoMed-Klinikum Rosenheim und in zahlreichen Einzelgesprächen mit den Betroffenen, bei denen es um die Bewältigung der Krankheit geht, wird auch immer wieder das hohe Maß an Eigenverantwortung thematisiert. Dabei wird vielen bewusst, dass die Lebensqualität nach der Akutbehandlung nicht nur von den erbrachten Leistungen des Klinikpersonals und dem Können der Ärzte abhängt, sondern die Patienten selbst einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, die Krankheit zu verkraften und somit in einen lebenswerten Alltag zurückzufinden.

„Sobald wir uns unserer eigenen Verantwortung für unsere Gesundheit bewusst werden, alle schädlichen Gifte meiden und uns mit Verstand viel Nützliches gönnen, können wir auf nachhaltige Erfolge hoffen. Um unseren Mitgliedern beispielhaft bewusst zu machen, welchen Einfluss auf unser Wohlergehen zum Beispiel die Ernährung hat, haben wir gemeinsam zwei Expertenvorträge gehört. Die theoretische Erörterung allein erbrachte aber leider nur einen geringen Erfolg. Nur wenige Hörer änderten ihr Essensverhalten. Wir mussten einsehen, über Nützliches zu reden, ändert nur in einem geringen Maße das Bewusstsein“, berichtet Prof. Roland Lippmann, Leiter der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rosenheim.

„Da Patienten, die sich in antihormoneller Therapie befinden, besonders gefährdet sind, während oder nach der Behandlung extrem an Gewicht zuzunehmen, kam der Vorschlag auf, doch einen Kochkurs zu organisieren. Mit Unterstützung der Geschäftsleitung der RoMed-Kliniken gelang dies. Unter Leitung des Chefkochs Heiko Schneyinck und der Diätassistentin Heike Kind nahmen acht Patienten aus der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs an acht Nachmittagen an einem progressiv aufgebauten Intensivkurs „Gesunde Ernährung“ teil. So konnten die zuvor in zwei Expertenvorträgen gehörten theoretischen Informationen gleich erprobt und quasi im Selbstversuch erfahren werden.

Dies verdeutlichte den Teilnehmern, welche nachhaltigen Erfolge erzielt werden können, wenn man sich der eigenen Verantwortung für seine Gesundheit bewusst wird. Und dass dies alles auch noch Spaß macht!“, erzählte Lippmann weiter.

Beim feierlichen Abschlussessen –  einem selbst zubereiteten Viergangmenü -, zu dem auch die Ehefrauen eingeladen waren, erhielten alle Teilnehmer Zertifikate über die erfolgreiche Teilnahme an diesem spezifischen Kochkurs und es herrschte die einhellige Meinung: Eine derart erfolgreich verlaufende Veranstaltung sollte unbedingt fortgesetzt werden!

 

Foto: Die erfolgreichen Gourmetköche! Allen voran: Hauptorganisator Prof. Roland Lippmann (links), Leiter der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rosenheim mit allen Teilnehmern sowie Heiko Schneyinck (Zweiter), Küchenleiter am RoMed Klinikum Rosenheim sowie Diätassistentin Heike Kind (Fünfter von links)

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