Geh ihn mit – den Weg zum gesunden Leben!

Ameranger Sportmediziner Dr. Sinz gab viele Tipps im Fit&Fun

image_pdfimage_print

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWasserburg – Andauernde körperliche Unterforderung im Alltag – da gewinnen ein Herz-Kreislauf- und Muskeltraining als Ausgleich zunehmend an Bedeutung. Was alle irgendwie wissen, ist doch so schwer in den Tagesablauf einzubauen. Wie so was aber funktionieren kann, darüber informierte der Sportmediziner Dr. med Sebastian Sinz (unser Foto) aus Amerang beim Tag der offenen Tür im Fit & Fun-Studio in Wasserburg sehr anschaulich. Er zeigte ihn nachhaltig auf und reichte seine Hand – für den Weg zu einem gesunden Leben …

Körperliche Aktivität sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass lebenswichtige Prozesse und Vorgänge im Körper funktionsfähig bleiben. Das sei eine tatsache, an die es nichts zu rütteln gebe. Dr. Sinz (38) ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und weiß sehr genau, von was er spricht. Dabei hatten die Tipps, die er im Wasserburger Fitness-Studio gab, nichts von Leistungssport-Charakter – sie kamen tatsächlich direkt aus dem Alltag. Das machte sie nachvollziehbar für alle.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Herz ist ein Muskel, der trainiert werden muss, um lange leistungsfähig zu bleiben. Bewegungsmangel sei der Risikofaktor für Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt oder Arteriosklerose, so Sinz über Fakten, die jedem bekannt seien und doch irgendwie nicht verinnerlicht würden von sehr vielen. „Ausdauersport oder körperliche Aktivität im Alltag halten das Herz-Kreislauf-System fit. Der Mensch hat mehr als 600 Muskeln, die durch ihre Aktivität der Anspannung und Entspannung lebenswichtige Funktionen in unserem Körper aufrechterhalten. Das vielseitige Muskelgewebe sorgt dafür, dass der Körper beweglich ist und lebensnotwendige Vorgänge ganz unbewusst funktionieren.“

Dr. Sinz will nicht, dass wir alle zu Leistungssportlern mutieren – ganz im Gegenteil. der Schuss könne ganz schnell nach hinten losgehen. Ein optimaler Trainingsplan beinhalte täglich 30 Minuten Bewegung. Dies beuge bereits den großen Volkskrankheiten, wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Bluthochdruck, vor. Wichtig sei dabei immer, erst die Belastungsdauer zu steigern, dann die Intensität der Übungen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Alles durfte ausprobiert werden beim großen Tag der offenen Tür im Wasserburger Fitness-Studio Fit&Fun. Südamerikanische Stimmung auf unserem Foto: Zumba-Tanzen war angesagt. Fotos: Renate Drax

Eine gut trainierte Muskulatur fördere Gesundheit und Wohlbefinden. Ausdauer- oder (beziehungsweise am besten u n d) Krafttraining würden den Beitrag schlechthin zu einer guten körperlichen und seelischen Gesamtverfassung leisten. Lange Zeit interessierten sich Bewegungsforscher vor allem für das Herz und vernachlässigten die Muskulatur. Mittlerweise habe man die medizinische Bedeutung der Muskeltrainings in der Vorbeugung (Prävention), Behandlung (Therapie) und Genesung (Rehabilitation) von vielen Krankheiten erkannt, so Sinz.

Selbst nach jahrelangem Nichtgebrauch könne das Muskelsystem reaktiviert werden. Mit anderen Worten: Es sei niemals zu spät. Bei totalem Nichtgebrauch verkümmere die Muskulatur. Jeder, der schon einmal einen Gips getragen habe, kenne das ja. Die Muskulatur sei nach wenigen Wochen steif und verkleinert. Ein Muskel sei immer nur so stark, wie er für die Aufgaben nötig sei, die er regelmäßig erfüllen müsse. Nicht zu vergessen: Wenn die Muskulatur schrumpfe und an Kraft einbüße, würden auch Knochen, Bänder und Bandscheiben ihren Schutz verlieren. Ein Teufelskreis!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.