Gefängnis statt Aufnahmestelle

Rosenheimer Bundespolizei bringt Nigerianer hinter Gitter

image_pdfimage_print

Am gestrigen Donnerstag  hat die Bundespolizei einen unerlaubt eingereisten Nigerianer ins Gefängnis gebracht. Der Mann wurde in Rosenheim aus einem EuroCity heraus festgenommen. Die erforderlichen Papiere für den geplanten Aufenthalt in Deutschland hatte er nicht.

Die Bundespolizei kontrollierte den Nigerianer, der von Bologna aus in Richtung München unterwegs war, im Zug. Der Afrikaner hatte weder ein Visum noch eine Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik. Daher musste er den Bundespolizisten zur Dienststelle folgen. Statt den Migranten an eine Aufnahmestelle weiterzuleiten, lieferten die Bundespolizisten den 25-Jährigen in Bernau in die Justizvollzugsanstalt ein. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass der Mann früher schon einmal in Deutschland war. Er wurde von der Staatsanwaltschaft in Passau gesucht. Laut Haftbefehl war er in der Vergangenheit wegen Urkundenfälschung verurteilt worden, hatte aber seine Geldstrafe in Höhe von 1.300 Euro nicht beglichen.

Da der Urkundenfälscher auch nach der Festnahme in Rosenheim seine Justizschulden nicht bezahlen konnte, muss er ersatzweise eine 89-tägige Freiheitsstrafe verbüßen. Während seines Aufenthalts im Bernauer Gefängnis wird er sich wegen seiner unerlaubten Einreise voraussichtlich auch mit einer Strafanzeige auseinandersetzen müssen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 Gedanken zu „Gefängnis statt Aufnahmestelle

  1. Aso, übernimmt der Staat da noch nicht Schulden. Komisch.

    14

    18
    Antworten
    1. Jeder zweite D...

      Was wollen sie uns damit mitteilen?

      12

      11
      Antworten