Für ein friedliches Herbstfest

Rucksäcke, Hirschfänger und Pfefferspray zu Hause lassen - Zaun um Loretowiese

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Bald heißt es wieder „O´zapft is!“ auf dem Rosenheimer Herbstfest 2017. Wenn ab Ende August wieder mehr als eine Million Besucher auf der Loretowiese erwartet werden, liegt der Rosenheimer Polizei die Sicherheit der Wiesn-Besucher besonders am Herzen. Die Vorbereitungen hierzu laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren. In Abstimmung mit dem Veranstalter sowie der Stadt Rosenheim wurden bereits bewährte Sicherheitskonzepte fortgeschrieben, um die kommenden 16 Wiesntage so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten.

Erstmals in diesem Jahr übernimmt Polizeioberrat Volker Klarner (Foto unten) als neuer Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Rosenheim die Gesamteinsatzleitung.

Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen wird er sowohl auf dem Festgelände, als auch nach Wiesnende im Stadtbereich für die Sicherheit der Bürger sorgen. Eine erhöhte Polizeipräsenz durch uniformierte sowie auch zivile Beamte wird rund um das Veranstaltungsgelände umgesetzt.

Unterstützt werden die Rosenheimer Schandis auch in diesem Jahr durch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, der Einsatzzüge Oberbayern Süd, der Verkehrspolizeiinspektionen sowie von Polizeireitern und Hundeführern. Hierbei erfolgt auch eine tägliche Absuche der Wiesnzelte durch speziell ausgebildete Sprengstoffsuchhunde.

Die Wiesnwache freut sich auch in diesem Jahr wieder besonders auf die tatkräftige Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen aus dem benachbarten Tirol. Gerade aufgrund der starken Besucherströme aus Österreich haben sich die gemeinsamen „grenzüberschreitenden Wiesn-Streifen“ ausgezeichnet bewährt.

Anpassung der Sicherheitsinteressen 2017

Obwohl dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd derzeit keine konkreten Gefährdungshinweise für das Rosenheimer Herbstfest vorliegen, sagt
Polizeipräsident Robert Kopp (Foto): „Es wäre jedoch verantwortungslos die aktuelle Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus und die Auswirkungen von Terroranschlägen nicht ernst zu nehmen. Das Rosenheimer Herbstfest steht für unsere Art zu leben, deshalb bauen wir die Wiesn nicht zu einer Festung aus. Vielmehr reagieren wir auch heuer angemessen mit einer gemeinsamen Fortschreibung des Sicherheitskonzepts durch alle Verantwortungsträger“.
 
Loretowiese wird vollständig umzäunt

Um einen unkontrollierten Zugang zum Festgelände zu verhindern, wird es auch in diesem Jahr eine vollständige Umzäunung der Loretowiese geben. Zusätzlich werden an verschiedenen Eingängen Betonsperren als Durchfahrschutz angebracht. Die Polizeipräsenz wird sichtbar erhöht, um allen Besuchern auch ein gutes Sicherheitsgefühl zu vermitteln.

An den Zugängen finden Selektivkontrollen statt, wobei stichprobenartig Taschen- und Rucksackkontrollen durchgeführt werden. Ein Verbot, Taschen oder Rucksäcke mit auf das Festgelände zu nehmen, gibt es jedoch nicht.

Um der Polizei und den Sicherheitsdiensten die Arbeit zu erleichtern und Wartezeiten an den Eingängen zu verhindern, appelliert die Polizei eindringlich an alle Besucher:

• Bitte lassen Sie größere Gepäckstücke wie Rucksäcke und Taschen zu Hause!

• Bitte führen Sie keine gefährlichen Gegenstände (z.B. Waffen, Messer oder Pfefferspray) mit sich!

• Wir bitten alle Mannsbilder in Tracht, den obligatorischen Hirschfänger zu Hause zu lassen!

Als wichtiger Baustein des Sicherheitskonzeptes wird die Videoüberwachung auf dem Herbstfestgelände erweitert und in der Innenstadt fortgeführt. Zudem werden Polizeikräfte zusätzlich in diesem Jahr mit sogenannten Bodycams ausgestattet.

Ziel dieser Kameras ist eine gefahrenabwehrende Wirkung sowie erforderlichenfalls eine beweiskräftige Strafverfolgung zu erreichen.

Der bei der Bayerischen Polizei neu eingeführte Messenger-Dienst findet ebenso auf dem Herbstfest als unterstützendes Einsatzmittel seine Anwendung. Damit können Fahndungsbilder gesichert an die Einsatzkräfte übertragen und damit polizeiliche Reaktionszeiten verkürzt werden.

Zusammen mit der Feuerwehr und den Rettungsdiensten wurden auch die Notfallpläne überarbeitet, damit Rettungswege im Einsatzfall schnell und gleichzeitig freigemacht werden können.

Die Wiesnwache – der Anlaufpunkt „für alle Fälle“

Die Polizei ist rund um die Uhr erreichbar! Auf dem Festgelände sind die Polizistinnen und Polizisten der Wiesnwache die besten Ansprechpartner bei Problemen. Die Wache am Glückshafen ist während der Festtage von 13 Uhr bis 24 Uhr geöffnet, natürlich auch an Samstagen und Sonntagen. Die Polizei ist dort persönlich erreichbar oder unter der Telefonnummer (08031) 200-2250.

Die sichtbare Präsenz auf und um das Festgelände wird heuer deutlich höher sein. Man wird also häufiger Polizistinnen und Polizisten auf ihren Streifenrunden sehen. Sie können jederzeit angesprochen und um Hilfe oder Auskunft gebeten werden.

Natürlich hat auch jeder Besucher die Möglichkeit, sich unter der Notrufnummer 110 direkt mit der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium in Verbindung zu setzen. Gerade bei verdächtigen Wahrnehmungen bittet die Polizei darum, das unverzüglich und ohne Scheu zu tun!

Erstmals in diesem Jahr bietet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd während der Herbstfestzeit ein Bürgertelefon an. Unter der Telefonnummer 08031/200-4444 werden täglich in der Zeit von 10.00 Uhr bis 24.00 Uhr polizeirelevante Fragen rund um das Herbstfest beantwortet.

Polizei: Manch Ärger und Gefahr vermeiden

„Kraftlackel“ und „Stänkerer“ machen nur einen verschwindend geringen Anteil an der Besucherflut aus. Sollten Sie aber trotzdem auf solche treffen, gehen Sie Streitigkeiten und Pöbeleien am besten ganz aus dem Weg. Lassen Sie sich nicht provozieren und wenden Sie sich gegebenenfalls an die Beamten der Wiesnwache. Die Polizei wird zur Verhütung von Straftaten auch in diesem Jahr Personen in Gewahrsam nehmen. Randalierer müssen außerdem mit einem Wiesnverbot des Veranstalters rechnen!

Jugendschutz wird groß geschrieben

Betrunkenen Kinder und Jugendliche will niemand sehen! Die enge Zusammenarbeit bei den Kontrollen mit dem Ordnungs- und Jugendamt der Stadt Rosenheim hat sich bewährt und wird auch heuer fortgesetzt. Die Polizei appelliert daher an die gastronomischen Betriebe auf dem Festplatz und in der Innenstadt, aber auch an Betreiber von Tankstellen, Getränkemärkten und anderen Geschäften, keinerlei Alkohol an Kinder abzugeben und Jugendliche nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu bedienen. In erster Linie stehen natürlich Eltern und andere mit der Erziehung beauftragte Personen in der Pflicht.

Alkohol-Kontrollen

Alkohol und Autofahren vertragen sich nicht. Der mögliche Führerscheinverlust ist angesichts der erheblichen Unfallgefahren für sich und andere dabei noch das geringste Übel. Achtung! Auch mit dem Fahrrad ist man nicht gänzlich „aus dem Schneider“. Organisieren Sie bereits im Vorfeld die Heimfahrt, wenn Sie sich eine gemütliche Maß Bier gönnen wollen.

Keine Maßkrüge mitgehen lassen

Diebstahl ist Diebstahl, auch wenn es „nur“ ein Maßkrug ist. Lassen Sie den Krug dort wo er hingehört, nämlich im Bierzelt. Eine Anzeige wegen Diebstahls, die mögliche Gefahr, dass dieser von jemanden als Schlagwerkzeug genutzt wird oder eine Verletzung durch Glasscherben können weder der materielle, noch der ideelle Wert des „illegalen Souvenirs“ wettmachen.

Vorsicht vor Dieben!

Auch Langfinger gehen zum Herbstfest. Gerade die Menschenmengen bei Großveranstaltungen erleichtern Dieben ihre krummen Touren. Legen Sie deshalb keine Wertgegenstände, Taschen oder Handys unbeaufsichtigt ab. Nehmen Sie nur soviel Bargeld mit, wie sie voraussichtlich auch brauchen. Dass EC-Karte und Geheimnummer niemals gemeinsam aufbewahrt werden, sollte selbstverständlich sein. Halten Sie die Augen auf und bleiben Sie aufmerksam. Sollten Sie trotzdem bestohlen werden, wenden Sie sich an die Polizei.

Besser mit dem ÖPNV

Sein Auto „am Haken“ eines Abschleppfahrzeuges sieht wohl keiner gerne. Viel stressfreier als die wegen begrenztem Angebot mühsame Parkplatzsuche ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr. So kann man zudem noch vermeiden, dass wegen unzulässigen Parkens ein Verwarnungsgeld fällig wird oder in schwerwiegenderen Fällen ein polizeiliches Abschleppen veranlasst werden muss. Dann wird’s nämlich richtig teuer.

Fundsachen abgeben und abholen

Die berühmte Nadel im Heuhaufen ist oft leichter zu finden, als verloren gegangene Gegenstände auf dem pulsierenden Festgelände. Fundsachen können während der Veranstaltung auf dem Festgelände am Haupteingang und zu den üblichen Öffnungszeiten beim Fundamt der Stadt Rosenheim abgeholt und abgegeben werden.

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner rund um das Festgelände! Denn gerade die Anrainer haben ein Anrecht auf Ihre Nachtruhe. Entsorgen Sie Müll in dafür vorgesehenen Behältnissen und nicht in den Vorgärten rund um die Loretowiese. Und erledigen Sie Ihre „Geschäfte“ in den zahlreichen Toilettenanlagen auf dem oder rund um das Festgelände.

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